| Jakob
Kurz beschäftigt sich mit den Auswüchsen der Hobbyjagd
in Deutschland, vor allem mit dem Tod von mehr als 400.000
Hunden und Katzen, die jährlich im Rahmen eines längst
überholten Jagdschutzparagraphen 23 durch Falle, Schrot,
Kugel oder Jagdhunde ihr Leben lassen müssen.
Fälle, Beispiele, Schicksale Betroffener sowie die
Gefährdung von Personen durch jägerliche Unvernunft
werden hier übersichtlich dargestellt. Auch ein Kapitel
"Das Seelenleben des Jägers" gibt es, sowie
Informationen zum Hege-Unsinn, zur Aufrüstung an der
Jägerfront, zu Fallen, zum Internetkrieg zwischen Jägern
und Jagdkritikern, zum Katzenwürgen, zur Weidgerechtigkeit,
zu Görings Jagdgesetz u.v.m. - absolut lesenswert.
Auch
steht dieser Titel in einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis.
Auszug
- Fazit des Autors:
Alte
Zöpfe müssen abgeschnitten, die Jagd in Deutschland
muss dringend reformiert, mit neuen Gesetzen den wild- und
waldbiologischen Erkenntnissen angepasst werden.
Hier
sein Vorwort:
"Die
Jagd ist, anders als die landläufige Meinung unter
Jägern, kein Grundrecht. Die Jagd ist letztendlich
nur eine aus dem Jagdrecht sich ergebende Nutzung. Der Staat
hat diese Nutzung zu kontrollieren, muss womöglich
das Recht zu jagen exakt bestimmen, auch einschränken
und - wenn nötig - örtlich oder sachlich verbieten.
In
der Bundesrepublik Deutschland ist die Jagd Traditionen
verhaftet, wie in sonst kaum einer anderen Organisation.
Alte Zöpfe werden nicht abgeschnitten, an alten Zöpfen
wird fleißig weitergeflochten. Vielfach zum Schaden
von Tier und Natur.
Der
Staat ist somit verpflichtet, mit zusätzlichen Gesetzen
den neuen wild- und waldbiologischen Erkenntnissen Rechnung
zu tragen. Stimmt das Parlament der von der rot-grünen
Koalition ausgearbeiteten Novelle zum Bundesjagdgesetz zu,
erlangt die notwendige Neufassung Gesetzeskraft, dann gehören
die oft unglaublich anmutenden Schilderungen der 'Jagd von
heute' der Vergangenheit an. Weil dann viel Unrecht an Tier
und Natur beseitigt, viel Schaden an Tier und Natur behoben
ist.
Der deutsche Jäger darf dann keine Haustiere mehr töten,
darf seinen Jagdhund am lebenden Tier nicht mehr ausbilden,
der Jagdhund darf keine Katze mehr totwürgen. Der deutsche
Jäger darf mit Fallen keine Tiere mehr fangen und töten,
darf mit Bleischrot nicht mehr auf Wildtiere schießen,
dann hört endlich auch die unsinnige Mast der Wildtiere
auf. [...]
Ist
die Jagd ein Auslaufmodell? Nach Meinung des Bürgers,
des Nichtjägers: "Ja!". Nur dauern wird das,
lange wird das dauern...
Herrsching,
im Sommer 2004 Jakob Kurz
Linktipp:
Zur Seite des Autors
| Dies
ist ein Buchtipp der
Initiative jagdgefährdeter
Haustiere.
Hinweis:
Leider stimmen die auf S. 158 angegebenen Ansprechpartner
der Initiative jagdgefährdeter Haustiere nicht mehr.
Für
Kontakte stehen zur Verfügung:
-
Die
Info-Adresse
info@ijh.de -
Hier wird an den zuständigen Ansprechpartner
weitervermittelt
-
Nicole
Hallek, Schloßbergstr. 10, 86850
Reitenbuch. Tel. abends und am Wochenende: 08236/5688.
ijh-bayern@web.de
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Doris
Klein, Hollweg 28, 51519 Odenthal-Höffe.
Tel. und Fax: 02202/78380
-
Astrid
Krämer, Bergstraße 2, 49593
Bersenbrück. Tel.: 05462/886498.
kraemer.a@t-online.de
|
Buchtipp:
Das Schwarzbuch der Jagd.
Der Grünrock - Herr in Wald und Flur?
von Jakob Kurz
Broschiert
- BoD GmbH, Norderstedt
Erscheinungsdatum: August 2004
ISBN: 3833414863
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