| Dringender
Hilferuf für den Pferde-Schutzhof
| Wichtiger
Zusatz, 05.06.04
Liebe
Tierfreunde, wir
sprechen an dieser Stelle nicht nur für
uns: Bitte helft allen Tierheimen die
sich von der Arche 2000 distanzieren durch
z.B. Futterspenden. Wir können für
keinen die Hand ins Feuer legen, den Betroffenen
Tieren muss aber dringend geholfen werden.
Ich
bitte daher jeden, alle Tierfreunde seiner
Umgebung um Hilfe und Unterstützung
zu bitten.
Sabine
Schneider Lesner
|
"dass
ich persönlich sicher die letzte Person
bin, die den Mund hält wenn es was zu sagen
gibt, kennt zwischenzeitlich jeder von mir.
Es bringt sicher oftmals mehr Feinde als Freunde,
nur reagiere ich sehr ungehalten, wenn es um
das Leiden der Tiere geht oder um Menschen,
die mehr Zeit damit verbringen am eigenen Ruf
oder Geldbeutel zu arbeiten und darüber
die Tiere vergessen!"
...
so beginnt Sabine Schneider-Lesner, 1.
Vorsitzende der SOS Pferdehilfe Ihren Hilferuf
anlässlich der jüngsten Finanz-Skandale
um die "Arche 2000". Was dann folgt,
liest sich wie ein Krimi, ist allerdings leider
Realität. Lesen Sie selbst:

"Bitte lasst unsere Tiere nicht im Stich!"
Sie
strampeln sich Tag für Tag mühsam für die Tiere
ab, arbeiten stets ehrenamtlich und opfern oftmals
auch noch den letzten Cent aus der eigenen Brieftasche,
und dann kommt mal wieder so etwas!
... die kleinen
Tierheime und Schutzhöfe
Die kleinen Tierheime oder Schutzhöfe sind
bei reeller Arbeit kaum in der Lage, die entstehenden
Haltungskosten der ihnen anvertrauten Tiere
aus eigener Kraft aufzubringen. Oftmals liegen
sie in kleineren Gemeinden, zu weit weg für
andere, um aktiv zu helfen, somit sind sie auf
Sponsoren angewiesen. Kleinspenden durch Patenschaften
oder Mitgliedsbeiträge reichen da oftmals
nicht aus.
...
die großen Tierschutzorganisationen
Dafür gibt es die großen Tierschutzorganisationen,
die damit werben, diesen Tierheimen zu helfen:
auf der Straße stehen, Bilder und Berichte
zeigen, nicht zuletzt eine meist recht umfangreiche
Liste von Tierheimen und Projekten zeigen, die
von ihnen unterstützt werden. Und so den
Tierfreunden die Mitgliedschaft als besonders
wertvoll aufdrängen.
...
die kleinen und die großen
Diesem Sachverhalt ist es zuzuschreiben, dass
gerade die kleinen Tierheime, die oftmals mehr
für ihre Tiere tun als ihnen gut tut, sich
in ihrer Not an große Organisationen wenden,
um dort eine Unterstützung zu erhalten.
Wer repräsentativ arbeitet, hat oftmals
Glück, wenigstens einen meist nur sehr
geringen Teil von einigen wenigen hundert Euro
als monatlichen Zuschuss zu erhalten. Selten
geht es diesen großen Organisationen nicht nur
um eine gute Arbeit, sondern eher darum, ob
sich das Tierheim gut für die eigene Werbung
vermarkten lässt. Entsprechende Berichte waren
in den Medien reichhaltig vertreten.
... die großen und die Finanzpolitik
Die betroffene Organisation, in einem Fall das
Deutsche Tierhilfswerk, ist seit Jahren in der
Kritik, weil zum einen Millionen an Spendengelder
veruntreut wurden und nun das monatliche enorme
Spendenaufkommen erneut nicht den Tieren zugute
kommt. Laut der Berechnung von "Monitor"
geht erst nach 2 Jahren der erste Euro an ein
Tier, den Rest schlucken "Verwaltungskosten".
In letzter Zeit gab es etliche Tierheime, die
eine solche Unterstützung verloren, da sie sich
weigerten, z. B. Werbung für das Tierhilfswerk
zu machen.
Abhängigkeit
von den großen
Von
vielen der "kleinen" wird sich niemand
auf die Straße stellen, auch niemanden
dafür anwerben, sondern eher - wie gehabt
- mögliche Spender durch die Arbeit und
die gute Tierhaltung überzeugen. Durch
diesen Umstand kam unter anderem der "Pferde-Schutzhof"
zur Arche 2000, erhielt seit 2 Jahren eine monatliche
Unterstützung, die es erlaubte, den Tierbestand
in dieser Form zu erhöhen.
Nach wie vor wird jeder Cent mehrfach umgedreht,
wurde stets versucht, die Kosten so gering wie
möglich zu halten um so vielen Tieren wie
möglich zu helfen.
Aktuell hat der Pferde-Schutzhof sämtlichen
aktiven Tierschutz aus dem Verein verbannt,
da die Kosten allein für Benzin bereits
enorm hoch schnellten und schlicht nicht mehr
tragbar waren. Allein um Anzeigen zu prüfen
und Tierrettungen durchzuführen, waren
sie bis Mai 2004 bereits über 40.000 km
unterwegs.
| "Tierschutz
mobil" aus Sicht des Pferde-Schutzhofes
"Tierschutz mobil", ein Zusammenschluss
verschiedener Tierschützer und Vereine
sollte nun diesen Service bieten und sich
finanziell auf eigene Füße
stellen. Selbstverständlich besetzt der
Pferde-Schutzhofe auch weiterhin den Bereich
"Pferde und Nutztiere", allerdings
nun nicht mehr vom Futtergeld der Tiere.
Gestern bekam der Pferde-Schutzhof folgende
Mail:
Liebe
Kooperationspartner,
leider müssen wir Euch mitteilen,
dass ab sofort keine Unterstützung
mehr gezahlt werden kann. Das ist
kein Scherz! Nach einer Steuerprüfung
sind sämtliche Konten von arche2000
gesperrt worden. Alle Mitarbeiter
und vor allem alle Tierhöfe
sind ebenfalls davon betroffen.
Es gibt kein Geld mehr! Weder für
Tier, noch für Mensch!
Bitte stellt Euch darauf ein, in
Zukunft ohne unsere Hilfe auszukommen.
Herzliche Grüße, arche2000 |
Heute
wurde es dann über AHO Aktuell -
Informationen zur Tiergesundheit veröffentlicht:
| Arche
2000 im Visier der Staatsanwaltschaft
(28.05.2004)
Oldenburg (aho) - Nach einem Bericht
der Oldenburgischen Volkszeitung
(OV) hat die Staatsanwaltschaft
Ermittlungen gegen Mitglieder und
Verantwortliche der Tierschutzorganisation
"Arche 2000 Welttierhilfe"
eingeleitet und mehrere Wohnungen
durchsucht. Die Behörden ermitteln
wegen des Verdachtes auf Betrug
und Steuerhinterziehung. So sollen
Spendengelder auf Privatkonten geflossen
sein. Ebenso sollen durch Manipulationen
Mitgliedsbeiträge mehrfach
von den Konten ahnungsloser Mitglieder
abgebucht worden sein. Der Schaden
wird von der Staatsanwaltschaft
laut OV auf etwa 500.000 EURO geschätzt.
Die Tierschutzorganisation hatte
in Vergangenheit mit spektakulären
Tierrettungsaktionen in Kooperation
mit TV-Sendern für Aufsehen
und eine Vielzahl von Spender gesorgt. |
Erst
vor drei Wochen (14.5.2004) waren wir
erstmals bei einer der Arche Aktionen
dabei, konnten einen Einblick in ihre
aktive Arbeit gewinnen. Einen Hinweis
auf die nahende Problematik gab es allerdings
nicht. Nun sind unsere Tiere sowie die
der weiteren Kooperationspartner der Arche
2000 in ein tiefes Loch gefallen...
Auch uns fehlt die Möglichkeit und
nicht zuletzt die Zeit, um so viel Werbung
zu machen, dass es ausreichen würde,
unseren Tierbestand aus eigener Kraft
zu halten. Ob es nun an unserem besonders
ehrgeizigen Finanzamt liegen mag oder
wir nur einfach Pech haben, wir dürfen
nach wie vor nur brav betteln, um unsere
Tiere durchzubringen.
Und nun? Was bitte können unsere
Tiere dafür, dass Tierschützer
sich an Spenden bereichern? Nichts! Abhängig
sind wir von ihnen, denn die Tierfreunde
helfen ja bereits dem Tierschutz.... sie
zahlen seit Jahren an das Tierhilfswerk,
an Arche und andere Organisationen, die
manchmal schon lange nicht mehr existieren
und trotzdem noch munter abbuchen.
Wir, wie auch viele der anderen Kooperationspartner
der Arche stehen unvermittelt vor einem
riesigen Berg Problemen. Tiere sind zu
füttern, monatliche feste Kosten
sind zu decken, Tierärzte zu bezahlen,
halt all das, was vor drei Tagen noch
kein Problem war. |
Spendenaufruf
Und
nun müssen sie erneut um Hilfe bitten....
Was sollen sie anderes tun? Tiere vermitteln?
Genau das wird versucht durch Fernsehberichte
und Inserate sowieso stetig, nur leider mit
sehr geringen Erfolg. Der Bestand im Pferde-Schutzhof
an alten Pferden, akut kranken Pferden oder
Pferden, die an extremer Unfreundlichkeit leiden,
ist sehr groß. Auf genau diese Tiere hat
sich der Pferde-Schutzhof ja spezialisiert,
weil gerade diese Tiere am nötigsten Hilfe
brauchen. Liebe, nette und gesunde Tiere finden
sehr schnell einen Platz. Auch wird es unmöglich
sein, den nun vorhandenen Überbestand so
kurzfristig abzubauen, wie es nötig wäre.
Weitere Probleme
des Pferde-Schutzhofes
Zudem müssen noch etliche Außenstände
durch den letzten Winter beglichen werden. "Der
eine oder andere ist sicher dazu zu bewegen,
noch etwas zu warten, nur trifft das nicht auf
alle zu. Es ist auch nicht so wirklich die ultimative
Begründung in einem Antrag auf Stundung
erklären zu müssen, unser Sponsor
wäre gerade von der Staatsanwaltschaft
hochgenommen worden und zahlt nun künftig
nicht mehr. Zumal wir den einen oder anderen
Zahlungsempfänger aufgrund der enormen
Kosten vom letzten Winter und deren Tilgung
eh schon etwas länger vertröstet haben."
| Die
Leute vom Pferde-Schutzhof brauchen also
nun Hilfe von Privatleuten
-
Zum einen werden dringend Einmalspenden
(um wenigstens einen Teil der Forderungen
begleichen zu können) benötigt
-
Zum anderen wird um langfristige Zuwendungen
in Form von z.B. Patenschaftsverträgen
gebeten
...
um den nun verlorenen Betrag der Arche
2000 aufzufangen.
"Wir
bemühen uns selbstverständlich
darum, weitere Tiere zu vermitteln um
Kosten zu senken und gleichzeitig weitere
Unterstützung anderer Art zu finden,
nur geht das nicht so schnell wie wir
die Hilfe benötigen. Wir möchten
Euch daher darum bitten, wenigstens für
einige Monate eine Patenschaft von ca.
€ 20 zu übernehmen. Es ist nicht
viel für den einzelnen, sicher von
jedem problemlos aufzubringen. Bitte lasst
unsere Tiere nicht im Stich!"
Bankverbindung
für Spenden:
SOS-Pferdehilfe
e.V.
Raiffeisenbank Wriezen eG
BLZ 170 924 04
Konto Nr. 6 999 999
SOS-Pferdehilfe
e.V.
Str. d. Zelliner Loose 4
15324 Gieshof - Zelliner Loose
Tel.: 033478-372000
Hier
geht es zur SOS Pferdehilfe
SOS Pferdehilfe distanziert sich von Arche
2000
(fellbeisser) |
Quelle:
Mit derzeit recht verzweifelten Grüßen
Sabine,
http://www.pferde-schutzhof.de
über
TIER-INFO |