EU-Chemikalienpolitik
EU, Europa, Chemikalien, Politik und Tierversuche...
Umwelt-
und Naturschutz ja, aber in der geplanten Form sind die
EU-Pläne zum Scheitern verurteilt. Wissenschaftler
sprechen sich gegen das EU-Chemikalien-Programm aus.
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Skandal und Folgen - Arche 2000
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Tierrechts-Kongress 2004
16.-19. September 2004. Bericht und Fotos. |
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Althoff-Skandal
Circus G. Althoff: Dietzenbach, Oppenheim, Bodenheim... |
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Zirkus-Protest
Mehrere Demo-Termine gegen Circus Barelli in Frankfurt. Juni/Juli 2004 |
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Jubiläumsfeier
... der TVG Pulheim. Mit Mischlingshunde-Schau und Promis. Brauweiler
20.06.04 |
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Pilotprojekt in Saarbrücken. 18.05.04 |
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Rodeo-Protest
Demonstration gegen das geplante Rodeo in Wetzlar. 08.05.04 |
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Osteraktion
Info- und Protest: Hühnerleichen-Auslege-Aktion. 10.04.04 |
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Antipelz-Demo
zur "Fur and Fashion", gegen Pelzhandel und Peek & Cloppenburg.
Frankfurt. 13.03.04 |
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Demo gegen Covance
Bundesweite Demo gegen Tierversuche. Münster, 06.03.04 |
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Rodeo-Protest
dt.-amerikanisches Volksfest. Berlin, August 2003 |
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Feierabend
Wall-Plakatakion gegen Tierversuche. TVG Berlin, August 2003 |
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IWC 2003
Protestaktionen zur Internationalen Walfang-Kommission. Berlin, Juni 2003 |
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Internationale Grüne Woche
Berichte und Fotos zur IGW. Berlin, Januar 2003 |
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Fiffi-Parade I
2+4 - das sind wir! Fotos der "Love Parade für Hunde".
Berlin, 07.09.02 |
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Antistierkampf!
Protest in Berlin, Düsseldorf, München und Wien am 29.08.02.
Start meiner Tierrechts-Aktivitäten
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Zur
EU-Chemikalienpolitik: Der Weg in
die Zukunft
... aber ohne Tierversuche!
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Hintergrund
Literaturtipp
VCI
und Tierversuche
Natur-/Umwelt-Schutz
Info-Links
Proteste
Linktipps
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Das
Chemikalien-Programm der EU
Mit
der Veröffentlichung des überarbeiteten Entwurfs
zum EU-Regelwerk zur Regulierung von Chemikalien im Oktober
2003 konkretisiert die EU-Kommission ihre Pläne für
eine neue Chemikalienpolitik. Alte Chemikalien, die vor
1981 auf den Markt gekommen sind, sollen einer eingehenden
Prüfung unterzogen werden, um Mensch und Umwelt vor
schädlichen Stoffen zu schützen.
Tierversuche
sind hierzu nicht geeignet
Das
Bestreben der EU, die im Umlauf befindlichen, giftigen Stoffe
zu prüfen und zu reglementieren ist ein überaus
begrüßenswertes Unterfangen. Allerdings sind
die Tierversuche, wie im jetzigen EU-Entwurf vorgesehen,
vollkommen ungeeignet, um die Sicherheit von Mensch und
Umwelt zu gewährleisten. Darüber hinaus ist auch
eine ethische Vertretbarkeit von Tierversuchen nicht gegeben.
Auswahl
der Chemikalien
Mindestens
20 Millionen Wirbeltiere sollen für das Programm leiden
und sterben, die Fische und Wirbellosen noch nicht einmal
eingerechnet. Der Richtlinien-Entwurf der EU sieht vor,
dass sich die Art der Testung nach der Produktionsmenge
einer Chemikalie richtet. Von den rund 100.000 existierenden
Altchemikalien sollen zunächst 30.000 getestet werden,
die in einer Menge von über einer Tonne pro Jahr produziert
werden.
Die
einzelnen Volumenklassen und geplante Tests
Diese
30.000 Stoffe werden in vier Volumenklassen eingeteilt.
Je größer die Menge, in der eine Substanz produziert
wird, desto mehr Daten, d.h. desto umfangreichere Tierversuche
werden verlangt.
Volumen-
Klasse |
Anzahl
Chemikalien |
Geplante
Versuche |
| 1-10
t |
20.000 |
- In-Vitro
(Reagenzglas)-Tests
- Tierversuche:
Wirbeltiere
- Tierversuche:
Wirbellose
|
| 10-100
t |
4.600 |
- In-Vitro
(Reagenzglas)-Tests
- Tierversuche:
Wirbeltiere
- Tierversuche:
Wirbellose
- Vielzahl
von Giftigkeitsprüfungen
- Tiertests:
Hautverträglich?
- Tiertests:
Schleimhautverträglich?
|
| 100-1.000
t |
2.900 |
- In-Vitro
(Reagenzglas)-Tests
- Tierversuche:
Wirbeltiere
- Tierversuche:
Wirbellose
- Vielzahl
von Giftigkeitsprüfungen
- Tiertests:
Hautverträglich?
- Tiertests:
Schleimhautverträglich?
- Tierversuche:
erbgutverändernd?
- Tierversuche:
missbildend?
|
| über
1.000 t |
2.600 |
- In-Vitro
(Reagenzglas)-Tests
- Tierversuche:
Wirbeltiere
- Tierversuche:
Wirbellose
- Vielzahl
von Giftigkeitsprüfungen
- Tiertests:
Hautverträglich?
- Tiertests:
Schleimhautverträglich?
- Tierversuche:
erbgutverändernd?
- Tierversuche:
missbildend?
- Tierversuche:
Langzeitgiftigkeitstest und Studien zur Krebserregung
|
Insgesamt...
bedeutet
dies für über 20.000.000 Tiere entsetzliches Leid
und einen qualvollen Tod, wenn die Pläne tatsächlich
so durchgeführt werden. |
|
| Literatur-Tipp |
| 
Mit
dem geplanten Test-Programm will die EU im Rahmen
der Verbrauchersicherheit Datenlücken über
existierende Chemikalien schließen. Das berechtigte
Interesse der Menschen, vor schädlichen Chemikalien
geschützt zu werden, kann jedoch nicht durch
Tierversuche gelöst werden.
Tierschutz
und Verbraucherschutz ist kein Widerspruch. Im Gegenteil,
die geplanten Tierversuche werden nicht zur Risikoabschätzung
der Chemikalien in unserer Umwelt beitragen. Tatsächlich
ist das Testprogramm zum Scheitern verurteilt, wenn
die EU sich wie geplant auf den Tierversuch als Testmethode
verlässt.
Gravierende
Unterschiede zwischen Mensch und Versuchstier
Gerade im Bereich der Giftigkeitsprüfungen zeigen
sich immer wieder die gravierendsten Unterschiede
zwischen Mensch und Versuchstier. Was für den
Menschen giftig ist oder Missbildungen hervorruft,
kann für die Ratte harmlos sein und umgekehrt.
Jede
Tierart ist einzigartig
bezüglich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel.
Bedingt durch diese biologischen Voraussetzungen ist
auch die Reaktion auf Schadstoffe speziesspezifisch,
also nur für eine Art charakteristisch.
Äußere
Faktoren
Außerdem
spielen äußere Faktoren eine wichtige Rolle
bei der Reaktion auf Stoffe: Ernährung, Lebensumstände,
Stress, Umweltfaktoren sowie psychische und soziale
Komponenten können zu ganz unterschiedlichen
Reaktionen bei einzelnen Individuen führen.
Wechselwirkungen
Der
Mensch ist zudem ständig einer Vielzahl unterschiedlichster
Chemikalien in Nahrung und Umwelt ausgesetzt, die
im Körper akkumulieren und Wechselwirkungen untereinander
eingehen können. Dieser Aspekt ist im Tierversuch,
wo normalerweise nur eine Substanz über einen
bestimmten Zeitraum geprüft wird, ebenfalls nicht
simulierbar.
Daten
liegen vor
Über
viele Chemikalien, die seit 20 Jahren auf dem Markt
sind, liegen bereits zahlreiche am Menschen gewonnene
Daten vor. Für weitere Informationen steht eine
Vielzahl tierversuchsfreier Testmethoden zur Verfügung,
die nicht nur sinnvolle, für den Menschen relevante,
Erlebnisse liefern, sondern zudem noch viel billiger
und vor allem auch schneller sind.
| Literaturtipp
Der
Ersatz von Tierversuchen im Bereich der Giftigkeitsprüfungen
durch tierversuchsfreie Testverfahren ist heute
schon durchführbar.
Allerdings
muss eine neue Strategie erarbeitet und ausreichend
finanziell unterstützt werden, um vorhandenes
Wissen zu nutzen und möglichst schnell
und effektiv in die Tat umzusetzen.
Im
vorliegenden Bericht ist für jeden Testbereich*
ein Tierversuch und die entsprechende tierversuchsfreie
Methode beschrieben. Wissenschaftliche Mängel
der bisher durchgeführten Tierversuche
werden detailliert aufgeführt. Anschließend
werden Vorgehensweisen erläutert, wie möglichst
schnell und effektiv tierversuchsfreie Methoden
eingesetzt werden können.
Die
vorgeschlagenen tierversuchsfreien Tests sind
bereits validiert, befinden sich noch in der
Entwicklung oder werden schon angewandt, obwohl
noch auf eine abschließende Validierung
durch ECVAM** gewartet wird.
Der
Weg in die Zukunft
Maßnahmen
zur Beendigung von tierexperimentellen Giftigkeitsprüfungen.
Eine Studie der BUAV von Dr. Gill Langley MA,
PhD (CANTAB), MIBiol, CBiol. Deutsche Fassung.
Herausgeber:
Ärzte
gegen Tierversuche e.V., Bündnis Bayerischer
Tierrechtsorganisationen (BBT). c/o
Gerhard Schwarz. Autorisierte Übersetzung
durch Dr. Martina Kuhtz, Daniela Kuhtz. ISBN:
3-937145-03-06
Bezugsquelle
Gerhard
Schwarz
Landsberger Straße 103
80339 München
E-Mail: gsanimal@t-online.de
Telefon:
089/359 93 49
Unverbindliche
Preisempfehlung: € 2,50.
Bei Sammelbestellungen über Vereine gibt
es Mengenrabatt!
*
Für jede Substanz werden bis zu zwölf
Testbereiche untersucht, so verlangt es das
Gesetz. Im Gegensatz zum Tierversuch müssen
neue tierversuchsfreie Verfahren validiert werden,
d.h. ein strenges Verfahren durchlaufen, bei
denen die Ergebnisse der neuen Methode mit denen
des Tierversuchs übereinstimmen müssen.
Obwohl der Tierversuch selbst nie validiert
wurde, wird er als Methode zur Überprüfung
von Chemikalien akzeptiert!
**
ECVM = European Centre for the Validation of
Alternative Methods (Euroäisches Zentrum
für die Validierung von Alternativen Methoden) |
Auszüge
mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Schwarz |
|
|
| VCI
und Tierversuche |
REACH
muss gründlich überarbeitet werden
Anlässlich
einer Presseaussendung am 8.11.04 von
ots des VCI (Verband der chemischen Industrie), in der
Kritik an der Reform des EU-Chemikalienrechtes (REACH) geübt
wurde und insbesondere vorgeschlagen wird, Datensätze
mit Kerninformationen zu jedem Stoff einzuführen (inklusive
eines "Sicherheitsrasters"
mit so genannten "Expositionskategorien"), der
eine solide Abschätzung von Risiken ermöglichen
würde, schrieb ich die Pressestelle des VCI an und
bat um Information, inwiefern sich die Vorschläge auf
die Zahl der im Tierversuch verwendeten Tiere auswirken
würden. Untenstehend die Antwort.
Die
neueste und wohl gründlichste Studie zu REACH
und Tierversuchen hat das Bundesinstitut
für Risikobewertung (BfR) erarbeitet: "Animal
testing and alternative approaches for the human health
risk assessment under the poposed new European chemicals
regulation". Es werden im Einzelnen die Testmethoden
und Vorschläge zur Reduzierung des Prüfumfangs
angesprochen.
Die
Maximalanzahl der Versuchstiere - unter der Voraussetzung,
dass keinerlei Daten bisher vorliegen, was für
die deutschen Chemieunternhmen nicht der Fall ist
würde sich nach den angeführten Tabellen
u.a. wie folgt darstellen:
Tests |
Versuchstiere |
| Sensibilisierung |
ca.
600.000 Versuchstiere |
| Ätz-/Reizwirkung
auf die Haut |
ca.
30.000 Versuchstiere |
| Reizwirkung
auf die Schleimhaut |
ca.
30.000 Versuchstiere |
| akute
Toxizität |
ca.
240.000 Versuchstiere |
| 28-Tage-Studie |
ca.
450.000 Versuchstiere |
| 90-Tage-Studie |
ca.
440.000 Versuchstiere |
| chronische
Toxizität |
ca.
416.000 Versuchstiere |
| Mutagenität
in vivo |
ca.
395.000 Versuchstiere |
| Cancerogenität |
ca.
1 Mio. Versuchstiere |
| Reproduktionsscreening
Test |
ca.
2,6 Mio. Versuchstiere |
| Teratogenität
|
ca.
1,5 Mio Versuchstiere |
| Reproduktionstoxizität
2 Generationen |
ca.
17,5 Mio. Versuchstiere |
| Insgesamt
ergibt diese Aufstellung eine Anzahl von
ca. 22 Mio. Versuchstieren.
Die Autoren gehen davon aus, dass bei Ausschöpfung
aller Reduzierungsmöglichkeiten REACH 7,5
Mio. Tierversuche erfordert |
Wir
rechnen damit, dass sich bei der Umstellung der Datenanforderungen
für die Registrierung auf den VCI-Vorschlag (Kerninformationen
und Expositionskategorien, weitere Daten nur wenn
dies die Exposition erfordert) die Zahl der notwendigen
Tierversuche nochmals erheblich reduzieren würde.
Eine Zahlenangabe ist schwierig. Im günstigsten
Fall schätzen wir ein Drittel weniger.
VERBAND
DER CHEMISCHEN INDUSTRIE E.V.
Manfred
Ritz, Pressestelle
Telefon: +49 69 2556-1550
Fax: +49 69 2556-1613
E-Mail: ritz@vci.de
Internet: www.vci.de
|
siehe
hierzu auch: REACH-Verordnung weist große Defizite
bei Vermeidung von Tierversuchen auf (CDU, 09.11.04) tierlieb.net-Linktipp
|
|
| Natur-
und Umweltwelt-Schutz? |
Immer
wieder machen Natur- und Umweltschutzverbände Druck,
dass die "EU-Altchemikalien" getestet werden sollen.
Wenn Sie diesbezüglich Berichte lesen, schreiben Sie
bitte sofort einen entsprechenden Leserbrief an die Medien,
die dies publizieren und ein Feedback an die entsprechende
Organisation mit dem Hinweis, dass Initiativen für
mehr Umweltschutz selbstverständlich gewünscht
und sinnvoll sind, dass dies aber keinesfalls mit Tierversuchen
getestet werden darf! Vielen Dank.
-
Aus
einer E-Mail des WWF, Kirsten Andrä (Pressereferentin),
04.09.04: "[...] Zuerst einmal sind wir mit
Ihnen einer Meinung, dass Alternativen zu Tierversuchen
ausgeschöpft und weiter entwickelt werden müssen.
Wenn dieser Hinweis in der von Ihnen genannten Pressemitteilung
fehlte, dann nicht, weil wir hier anderer Meinung wären,
sondern weil eine Pressemitteilung auf eine Seite beschränkt
ist und die Thematik Tierversuch hier nicht im Zentrum
stand. [...] Zusätzlich fordert der WWF ausdrücklich,
dass mehr Gelder für die Entwicklung von Alternativen
zu Tierversuchen aufgewendet werden. Einige Alternativen,
wie Zellkultur-Studien und Computer gestützte Modelle
gibt es, wie Sie wissen, bereits. Allerdings gibt es
nach überwiegender Darstellung in der Wissenschaft
bei der Ermittlung von einigen schädlichen Wirkungen
zur Zeit leider noch keinen anderen Ausweg, als ein
Minimum an wissenschaftlichen Versuchen an Tieren in
Kauf zu nehmen [...]. Der WWF lehnt alle unnötigen
Tierversuche ab und setzt sich weltweit dafür
ein, dass Tierversuche sobald wie möglich überflüssig
werden."
Kommentar: alle Tierversuche sind unnötig,
da nicht auf den Menschen übertragbar, wie die
Studie "Der Weg in die Zukunft" - siehe oben
- beweist.
-
BUND
beim Deutschlandfunk, 25.05.04: Die weltweite Produktion
von Chemikalien ist inzwischen auf mehr als 400 Millionen
Tonnen angewachsen. Der Entwurf für das europäische
Gesetz wird im Moment in den Gremien in Brüssel
beraten. "Wie im Vorfeld der Europawahl am 13.
Juni 2004 die deutschen Kandidaten zu diesen Plänen
stehen, ob sie eine rigorose EU-Chemiepolitik unterstützen
oder eher eine weiche Variante, das wollten die deutschen
Umweltverbände wissen. Was bei der Umfrage herausgekommen
ist, dazu hat sich in Berlin der BUND, der Bund für
Umwelt und Naturschutz Deutschland geäußert."
-
Greenpeace
und Tierversuche:
"Greenpeace befürwortet keine Tierversuche.
Im Gegenteil befürworten wir eine Stoffprüfung
ohne den Einsatz von Versuchstieren. Gegenwärtig
finden zur Prüfung bestimmter Toxizitätsparameter
meist international standardisierte Verfahren Anwendung,
in denen z.T. auch Tierversuche zum Einsatz kommen.
Solche Verfahren sollten schnellstmöglich und so
weitgehend wie möglich auf Methoden umgestellt
werden, die nicht auf Tierversuchen basieren."
|
|
| Info-Links |
-
2.
September 2004, Dt. Ärzteblatt:
[...] Wissenschaftler des Bundesinstitutes für
Risikobewertung (BfR), die in Deutschland für die
toxikologische Bewertung von Chemikalien zuständig
sind, haben den Aufwand tierexperimenteller Untersuchungen
bei der Umsetzung des REACH-Programmes errechnet. Bei
Beachtung der von REACH empfohlenen toxikologischen
Methoden wäre nach Schätzung der Forscher
innerhalb der nächsten 15 Jahre ein Bedarf von
45 Millionen Versuchstieren denkbar. Wenn jedoch neue,
darunter viele tierversuchsfreie Methoden verwandt würden,
würden laut BfR "nur" 7,5 Millionen Versuchstiere
benötigt [...]
-
März
2004, wkp - Wissenschafts-Pressekonferenz:
Sinnvolle Tierversuche? Der Streit um die EU-Chemikalienverordnung
REACH nimmt kein Ende
-
März
2004, tierversuchsgegner.org
Sammlung verschiedener Informationen "Tierversuche
für Altchemikalien widersprechen EU-Gesetzgebung.
Gegen die geplanten Tierversuche mit 30.000 Altchemikalien
im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung REACH sprechen
neben ethischen und wissenschaftlichen Gründen
insbesondere rechtliche Gründe."
-
Oktober
2003, MdB Ulrike Höfken:
"Mit der Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz
haben wir uns dem Schutz der Tiere in besonderem Maße
verpflichtet. Wir setzen uns dafür ein, dass dieser
Grundsatz auch bei der Neuordnung der europäischen
Chemikalienpolitik gelten muss."
-
Oktober
2003, tierschutzbund: "EU-Kommission
knickt vor Industrie ein: Kommissionsentwürfe zur
neuen EU-Chemikalienpolitik bedeuten Massengrab für
Versuchstiere"
-
Oktober
2003, ngo-online:
Tierschutzorganisation Vier Pfoten kritisiert die EU-Chemikalienpolitik.
"Das neue EU-Chemikalienprogramm könnte endlich
die Möglichkeit eröffnen, die Testung von
Chemikalien den Standards des 21. Jahrhunderts anzupassen.
Aber im Augenblick deutet alles auf ein 'zurück
in den Vergangenheit' hin".
-
September 2003, CDU-NRW: "Die derzeit von der
Europäischen Union geplante Neuordnung des europäischen
Chemikalienrechts könnte zu einer inflationären
Zunahme von Tierversuchen führen. Eine Studie der
Universität Leicester geht von über 12 Millionen
zusätzlich benötigten Tieren aus – das
sind mehr als die gesamte Zahl der im neusten EU-Tierversuchsbericht
ausgewiesenen Tiere."
-
Juli
2003, tierrechte.de:
Gemeinsame Stellungnahme des Bundesverbandes Menschen
für Tierrechte e.V. und der Ärzte gegen Tierversuche
e.V. zum Entwurf des Regelwerkes der EU-Kommission für
eine zukünftige Chemikalienpolitik
-
April
2003, animalnews:
Schweizer Tierschutz TST: Stoppt Tierversuche für
die Altchemikalienprüfung!
-
tierrechte.de:
EU will alte Chemikalien in grausamen Tierversuchen
testen "Gegen diese EU-Pläne sind wir
auf europäischer Ebene zusammen mit der Europäischen
Koalition zur Beendigung von Tierversuchen aktiv. Am
24. April 2001 übergaben wir der EU-Kommission
eine halbe Million europaweit gesammelter Unterschriften.
Über 50.000 konnten wir vom Bundesverband beisteuern.
Die Aktion blieb nicht ohne Wirkung: die EU zeigt durchaus
Interesse an tierversuchsfreien Chemikalientests."
-
ALTEX
Archiv Sup. 2002/1: Artikel 4:
Die neue EU-Chemikalienpolitik - Diskussionen über
tierschutzrelevante Details
-
tierschutzbund:
10 Millionen zusätzliche Tierversuche bis 2020?
-
orf:
Tierversuche: Forschung nach Alternativen gefordert
-
orf:
Mehr Tierversuche durch neue EU-Chemikalienpolitik?
-
tierrechts-signet.ch
zitiert ALTEX - Alternativen zu Tierexperimenten: "Im
Editorial in ALTEX 2/2001 wurde dargelegt, dass alle
Forderungen, die der Deutsche Tierschutzbund zur neuen
EU-Chemikalienpolitik gestellt hatte, im Weißbuch
der Europäischen Kommission aufgegriffen wurden.
Und es ist in der Tat eine kleine Sensation, was da
im Weißbuch vorgeschlagen wird: Für chemische
Stoffe, die in Produktionsvolumina von jährlich
unter 10 Tonnen auf den Markt kommen, sollen nur Daten
aus tierversuchsfreien Verfahren vorgelegt werden, damit
sie als sicher eingestuft werden und vermarktet werden
dürfen. Doch die Tierschützer feiern bislang
nicht. Bis zur Umsetzung dieser längst überfälligen
Maßgaben ist es noch ein weiter Weg."
-
ECEAE
- Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen:
"[...] Die Tiere leiden dabei unter Krämpfen,
furchtbaren Bauchschmerzen, Anfällen, Zittern und
Durchfall, es kann zu Blutungen aus Augen, Mund und
Genitalöffnungen kommen, unkontrollierbarem Erbrechen,
Lähmungen, Nierenversagen und Koma. [...] Tierversuche
im Bereich der Giftigkeitsprüfungen (Toxikologie)
sind nicht nur grausam, sondern auch wissenschaftlich
unsinnig, denn mit ihnen lässt sich nicht vorhersagen,
wie der Mensch auf eine bestimmte Chemikalie reagieren
wird. [...]"
|
|
Proteste |

Linktipp:
Petitionskampagne der Ärzte gegen Tierversuche
-
tierschutzbund-Kampagne:
Stoppt Tierversuche für die Altchemikalienprüfung
-
Keine
Mäuse für Tierversuche!
Mit einer neuen Unterschriften-Kampagne will der Bundesverband
Menschen für Tierrechte nun eine massive finanzielle
Förderung tierversuchsfreier Testverfahren durch
die EU erreichen, damit diese modernen Testsysteme einsatzbereit
sind, bevor die Tierversuche beginnen.
-
Protestkarte
und Infos bei tierversuchsgegner.at:
Musterbrief an Margot Wallström, Umweltkommissarin
der Europäischen Kommission
| Frau
Margot Wallström
Umweltkommissarin
Europäische Kommission
200, rue de la Loi
B-1049 Bruxelles
Belgien
Sehr geehrte Frau Kommissarin,
ich
begrüße die Bestrebungen der EU-Kommission,
die Gesundheit des Menschen sowie die Umwelt vor
möglichen Gefahren durch in Verkehr gebrachte
Chemikalien zu schützen - dargelegt im Weißbuch
"Strategie für eine zukünftige
Chemikalienpolitik".
Wir lehnen aber die Prüfung der Gefährlichkeit
von Altchemikalien an Tieren aus ethischen und
wissenschaftlichen Gründen ab.
Tierversuchsergebnisse
lassen sich nicht auf den Menschen übertragen
und stellen somit keinen ausreichenden Schutz
für die Gesundheit des Menschen und der Umwelt
dar. Um nur ein Beispiel zu nennen: Dreißig
Jahre brauchte es, um die krebserzeugende Wirkung
von Asbest bei Tieren künstlich im Labor
zu erzeugen!
Außerdem fordere ich die Streichung der
Forderung nach "besondere(n) Forschungsanstrengungen
zur Entwicklung und Validierung von in-vivo-Prüfmethoden"
auf Seite 16, dritte Zeile, des Strategiepapieres.
Mit
freundlichen Grüßen
|
Wir müssen den wahnwitzigen Plan, die Altchemikalien
an Tieren zu testen, was tausenden Tieren den qualvollen
Vergiftungstod bringt, unbedingt mit allen Mitteln verhindern.
|
|
| Linktipps
Buchtipps! |

PCRM
(Physicians Committee for Responsible Medicine)
Eine Vereinigung von Ärzten, die sich der präventativen
Gesundheit verschrieben hat und dementsprechend eine vegane
Ernährungsweise propagiert und sich gegen Tierversuche
engagiert: tierlieb.net-Linktipp
Ärzte
gegen Tierversuche: "Seit Jahrzehnten verlässt
man sich bei der Risikobewertung und der gesetzliche Reglementierung
von Chemikalien auf die Testmethode 'Tierversuch'. Auch
die neue EU-Chemikalienpolitik basiert auf der Annahme,
Tierversuche könnten Mensch und Umwelt vor schädlichen
Chemikalien schützen. Tatsächlich sind Tierversuche
im Chemikalienbereich jedoch nicht nur teuer, langwierig
und ethisch nicht vertretbar, sie beinhalten auch viele
wissenschaftliche Schwachstellen. Diese Unzulänglichkeiten
werden jedoch systematisch ignoriert, weswegen Chemikalien,
die aufgrund ihrer Gefährlichkeit längst verboten
sein sollten, immer noch auf dem Markt sind. Ein Festhalten
an der veralteten Testmethode 'Tierversuch' wird in auch
Zukunft nicht verhindern können, dass giftige Substanzen
verwendet bzw. in die Umwelt freigesetzt werden."
|
|
| Infos
aus dem Medizin-Portal multimedica |
Wie
sinnvoll sind Tierversuche?
Wissenschaftler bezweifeln den Nutzen vieler Tierexperimente.
Sie fordern, alle existierenden Daten aus Tierexperimenten
systematisch zu prüfen, bevor neue Studien begonnen
werden.
Laut
einem im British Medical Journal veröffentlichten Artikel
muss die klinische Relevanz vieler Tierexperimente dringend
geklärt werden. "Wir fordern, dass Standards,
die für Versuche am Menschen gelten auch für Tierexperimente
gelten sollen", so Professor Ian Roberts im Namen der
Reviewing Animal Trials Systematically (RATS)
Group von der London School of Hygiene.
Das
Team um Roberts prüfte systematisch veröffentlichte
Tierexperimente auf ihre Studiendurchführung und die
auf den Menschen bezogene Relevanz. Hierbei stellte sich
heraus, dass viele Beispiele Schwäche hatten:
-
in
Bezug auf die Planung der Studien
-
mangelnder Einfluss der Durchführung am Menschen
-
teilweise
Ungenauigkeit
-
Irrelevante Auswahl an Tieren (Zahl und Spezies)
-
keine
validen Schlussfolgerungen
Die
Autoren fordern eine genaue Prüfung aller durchgeführten
Tierexperimente, bevor neue Studien begonnen werden.
Das Medical Research Council (MRC) verpflichtet
sich, Forschung an Tieren "nur wenn wirklich nötig"
durchzuführen und Alternativen zu entwickeln.
Übrigens
wird auch in der MS-Forschung die Übertragbarkeit von
Ergebnissen aus dem Tiermodell für Multiple Sklerose
(EAE - experimental
autoimmune encephalomyelitis) immer wieder angezweifelt.
Quelle:
TIER-INFO/BSMO, 28.05.2004/BBC/BMJ |
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