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Hinweise zur EU-Chemikalien-Politik

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EU-Chemikalienpolitik

EU, Europa, Chemikalien, Politik und Tierversuche...

Umwelt- und Naturschutz ja, aber in der geplanten Form sind die EU-Pläne zum Scheitern verurteilt. Wissenschaftler sprechen sich gegen das EU-Chemikalien-Programm aus.

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• Hundehilfe Slowakei, Nitra

• Stierkampf, Autowerbung

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Tierschutz, Tierrechte, Tierbefreiung. Tierrechtskongress 2004 in Wien Tierrechts-Kongress 2004

16.-19. September 2004. Bericht und Fotos.

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Circus G. Althoff: Dietzenbach, Oppenheim, Bodenheim...

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Mehrere Demo-Termine gegen Circus Barelli in Frankfurt. Juni/Juli 2004

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Protestaktionen zur Internationalen Walfang-Kommission. Berlin, Juni 2003

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Protest in Berlin, Düsseldorf, München und Wien am 29.08.02. Start meiner Tierrechts-Aktivitäten


 

Zur EU-Chemikalienpolitik: Der Weg in die Zukunft
... aber ohne Tierversuche!


Hintergrund

Literaturtipp

VCI und Tierversuche

Natur-/Umwelt-Schutz

Info-Links

Proteste

Linktipps

 

Linktipp: Ärzte gegen Tierversuche - zur Petition!

Das Chemikalien-Programm der EU

Mit der Veröffentlichung des überarbeiteten Entwurfs zum EU-Regelwerk zur Regulierung von Chemikalien im Oktober 2003 konkretisiert die EU-Kommission ihre Pläne für eine neue Chemikalienpolitik. Alte Chemikalien, die vor 1981 auf den Markt gekommen sind, sollen einer eingehenden Prüfung unterzogen werden, um Mensch und Umwelt vor schädlichen Stoffen zu schützen.

Tierversuche sind hierzu nicht geeignet

Das Bestreben der EU, die im Umlauf befindlichen, giftigen Stoffe zu prüfen und zu reglementieren ist ein überaus begrüßenswertes Unterfangen. Allerdings sind die Tierversuche, wie im jetzigen EU-Entwurf vorgesehen, vollkommen ungeeignet, um die Sicherheit von Mensch und Umwelt zu gewährleisten. Darüber hinaus ist auch eine ethische Vertretbarkeit von Tierversuchen nicht gegeben.

Auswahl der Chemikalien

Mindestens 20 Millionen Wirbeltiere sollen für das Programm leiden und sterben, die Fische und Wirbellosen noch nicht einmal eingerechnet. Der Richtlinien-Entwurf der EU sieht vor, dass sich die Art der Testung nach der Produktionsmenge einer Chemikalie richtet. Von den rund 100.000 existierenden Altchemikalien sollen zunächst 30.000 getestet werden, die in einer Menge von über einer Tonne pro Jahr produziert werden.

Die einzelnen Volumenklassen und geplante Tests

Diese 30.000 Stoffe werden in vier Volumenklassen eingeteilt. Je größer die Menge, in der eine Substanz produziert wird, desto mehr Daten, d.h. desto umfangreichere Tierversuche werden verlangt.

Volumen-
Klasse
Anzahl Chemikalien Geplante
Versuche
1-10 t
20.000
  • In-Vitro (Reagenzglas)-Tests
  • Tierversuche: Wirbeltiere
  • Tierversuche: Wirbellose
10-100 t
4.600
  • In-Vitro (Reagenzglas)-Tests
  • Tierversuche: Wirbeltiere
  • Tierversuche: Wirbellose
  • Vielzahl von Giftigkeitsprüfungen
  • Tiertests: Hautverträglich?
  • Tiertests: Schleimhautverträglich?
100-1.000 t
2.900
  • In-Vitro (Reagenzglas)-Tests
  • Tierversuche: Wirbeltiere
  • Tierversuche: Wirbellose
  • Vielzahl von Giftigkeitsprüfungen
  • Tiertests: Hautverträglich?
  • Tiertests: Schleimhautverträglich?
  • Tierversuche: erbgutverändernd?
  • Tierversuche: missbildend?
über 1.000 t
2.600
  • In-Vitro (Reagenzglas)-Tests
  • Tierversuche: Wirbeltiere
  • Tierversuche: Wirbellose
  • Vielzahl von Giftigkeitsprüfungen
  • Tiertests: Hautverträglich?
  • Tiertests: Schleimhautverträglich?
  • Tierversuche: erbgutverändernd?
  • Tierversuche: missbildend?
  • Tierversuche: Langzeitgiftigkeitstest und Studien zur Krebserregung

Insgesamt...

bedeutet dies für über 20.000.000 Tiere entsetzliches Leid und einen qualvollen Tod, wenn die Pläne tatsächlich so durchgeführt werden.


Literatur-Tipp

Mit dem geplanten Test-Programm will die EU im Rahmen der Verbrauchersicherheit Datenlücken über existierende Chemikalien schließen. Das berechtigte Interesse der Menschen, vor schädlichen Chemikalien geschützt zu werden, kann jedoch nicht durch Tierversuche gelöst werden.


Tierschutz und Verbraucherschutz ist kein Widerspruch. Im Gegenteil, die geplanten Tierversuche werden nicht zur Risikoabschätzung der Chemikalien in unserer Umwelt beitragen. Tatsächlich ist das Testprogramm zum Scheitern verurteilt, wenn die EU sich wie geplant auf den Tierversuch als Testmethode verlässt.

Gravierende Unterschiede zwischen Mensch und Versuchstier

Gerade im Bereich der Giftigkeitsprüfungen zeigen sich immer wieder die gravierendsten Unterschiede zwischen Mensch und Versuchstier. Was für den Menschen giftig ist oder Missbildungen hervorruft, kann für die Ratte harmlos sein und umgekehrt.

Jede Tierart ist einzigartig

bezüglich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel. Bedingt durch diese biologischen Voraussetzungen ist auch die Reaktion auf Schadstoffe speziesspezifisch, also nur für eine Art charakteristisch.

Äußere Faktoren

Außerdem spielen äußere Faktoren eine wichtige Rolle bei der Reaktion auf Stoffe: Ernährung, Lebensumstände, Stress, Umweltfaktoren sowie psychische und soziale Komponenten können zu ganz unterschiedlichen Reaktionen bei einzelnen Individuen führen.

Wechselwirkungen

Der Mensch ist zudem ständig einer Vielzahl unterschiedlichster Chemikalien in Nahrung und Umwelt ausgesetzt, die im Körper akkumulieren und Wechselwirkungen untereinander eingehen können. Dieser Aspekt ist im Tierversuch, wo normalerweise nur eine Substanz über einen bestimmten Zeitraum geprüft wird, ebenfalls nicht simulierbar.

Daten liegen vor

Über viele Chemikalien, die seit 20 Jahren auf dem Markt sind, liegen bereits zahlreiche am Menschen gewonnene Daten vor. Für weitere Informationen steht eine Vielzahl tierversuchsfreier Testmethoden zur Verfügung, die nicht nur sinnvolle, für den Menschen relevante, Erlebnisse liefern, sondern zudem noch viel billiger und vor allem auch schneller sind.

Literaturtipp

Der Ersatz von Tierversuchen im Bereich der Giftigkeitsprüfungen durch tierversuchsfreie Testverfahren ist heute schon durchführbar.

Allerdings muss eine neue Strategie erarbeitet und ausreichend finanziell unterstützt werden, um vorhandenes Wissen zu nutzen und möglichst schnell und effektiv in die Tat umzusetzen.

Im vorliegenden Bericht ist für jeden Testbereich* ein Tierversuch und die entsprechende tierversuchsfreie Methode beschrieben. Wissenschaftliche Mängel der bisher durchgeführten Tierversuche werden detailliert aufgeführt. Anschließend werden Vorgehensweisen erläutert, wie möglichst schnell und effektiv tierversuchsfreie Methoden eingesetzt werden können.

Die vorgeschlagenen tierversuchsfreien Tests sind bereits validiert, befinden sich noch in der Entwicklung oder werden schon angewandt, obwohl noch auf eine abschließende Validierung durch ECVAM** gewartet wird.

Der Weg in die Zukunft

Maßnahmen zur Beendigung von tierexperimentellen Giftigkeitsprüfungen. Eine Studie der BUAV von Dr. Gill Langley MA, PhD (CANTAB), MIBiol, CBiol. Deutsche Fassung.

Herausgeber: Ärzte gegen Tierversuche e.V., Bündnis Bayerischer Tierrechtsorganisationen (BBT). c/o Gerhard Schwarz. Autorisierte Übersetzung durch Dr. Martina Kuhtz, Daniela Kuhtz. ISBN: 3-937145-03-06

Bezugsquelle

Gerhard Schwarz
Landsberger Straße 103
80339 München
E-Mail: gsanimal@t-online.de

Telefon: 089/359 93 49

Unverbindliche Preisempfehlung: € 2,50.
Bei Sammelbestellungen über Vereine gibt es Mengenrabatt!


* Für jede Substanz werden bis zu zwölf Testbereiche untersucht, so verlangt es das Gesetz. Im Gegensatz zum Tierversuch müssen neue tierversuchsfreie Verfahren validiert werden, d.h. ein strenges Verfahren durchlaufen, bei denen die Ergebnisse der neuen Methode mit denen des Tierversuchs übereinstimmen müssen. Obwohl der Tierversuch selbst nie validiert wurde, wird er als Methode zur Überprüfung von Chemikalien akzeptiert!

** ECVM = European Centre for the Validation of Alternative Methods (Euroäisches Zentrum für die Validierung von Alternativen Methoden)

Auszüge mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Schwarz


VCI und Tierversuche

REACH muss gründlich überarbeitet werden

Anlässlich einer Presseaussendung am 8.11.04 von ots des VCI (Verband der chemischen Industrie), in der Kritik an der Reform des EU-Chemikalienrechtes (REACH) geübt wurde und insbesondere vorgeschlagen wird, Datensätze mit Kerninformationen zu jedem Stoff einzuführen (inklusive eines "Sicherheitsrasters" mit so genannten "Expositionskategorien"), der eine solide Abschätzung von Risiken ermöglichen würde, schrieb ich die Pressestelle des VCI an und bat um Information, inwiefern sich die Vorschläge auf die Zahl der im Tierversuch verwendeten Tiere auswirken würden. Untenstehend die Antwort.


Die neueste und wohl gründlichste Studie zu REACH und Tierversuchen hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erarbeitet: "Animal testing and alternative approaches for the human health risk assessment under the poposed new European chemicals regulation". Es werden im Einzelnen die Testmethoden und Vorschläge zur Reduzierung des Prüfumfangs angesprochen.

Die Maximalanzahl der Versuchstiere - unter der Voraussetzung, dass keinerlei Daten bisher vorliegen, was für die deutschen Chemieunternhmen nicht der Fall ist würde sich nach den angeführten Tabellen u.a. wie folgt darstellen:

Tests
Versuchstiere
Sensibilisierung
ca. 600.000 Versuchstiere
Ätz-/Reizwirkung auf die Haut
ca. 30.000 Versuchstiere
Reizwirkung auf die Schleimhaut
ca. 30.000 Versuchstiere
akute Toxizität
ca. 240.000 Versuchstiere
28-Tage-Studie
ca. 450.000 Versuchstiere
90-Tage-Studie
ca. 440.000 Versuchstiere
chronische Toxizität
ca. 416.000 Versuchstiere
Mutagenität in vivo
ca. 395.000 Versuchstiere
Cancerogenität
ca. 1 Mio. Versuchstiere
Reproduktionsscreening Test
ca. 2,6 Mio. Versuchstiere
Teratogenität
ca. 1,5 Mio Versuchstiere
Reproduktionstoxizität 2 Generationen
ca. 17,5 Mio. Versuchstiere
Insgesamt ergibt diese Aufstellung eine Anzahl von ca. 22 Mio. Versuchstieren. Die Autoren gehen davon aus, dass bei Ausschöpfung aller Reduzierungsmöglichkeiten REACH 7,5 Mio. Tierversuche erfordert

Wir rechnen damit, dass sich bei der Umstellung der Datenanforderungen für die Registrierung auf den VCI-Vorschlag (Kerninformationen und Expositionskategorien, weitere Daten nur wenn dies die Exposition erfordert) die Zahl der notwendigen Tierversuche nochmals erheblich reduzieren würde.

Eine Zahlenangabe ist schwierig. Im günstigsten Fall schätzen wir ein Drittel weniger.

VERBAND DER CHEMISCHEN INDUSTRIE E.V.
Manfred Ritz, Pressestelle
Telefon: +49 69 2556-1550
Fax: +49 69 2556-1613
E-Mail: ritz@vci.de
Internet: www.vci.de

siehe hierzu auch: REACH-Verordnung weist große Defizite bei Vermeidung von Tierversuchen auf (CDU, 09.11.04) tierlieb.net-Linktipp


Natur- und Umweltwelt-Schutz?

Immer wieder machen Natur- und Umweltschutzverbände Druck, dass die "EU-Altchemikalien" getestet werden sollen.

Wenn Sie diesbezüglich Berichte lesen, schreiben Sie bitte sofort einen entsprechenden Leserbrief an die Medien, die dies publizieren und ein Feedback an die entsprechende Organisation mit dem Hinweis, dass Initiativen für mehr Umweltschutz selbstverständlich gewünscht und sinnvoll sind, dass dies aber keinesfalls mit Tierversuchen getestet werden darf! Vielen Dank.


  • Aus einer E-Mail des WWF, Kirsten Andrä (Pressereferentin), 04.09.04: "[...] Zuerst einmal sind wir mit Ihnen einer Meinung, dass Alternativen zu Tierversuchen ausgeschöpft und weiter entwickelt werden müssen. Wenn dieser Hinweis in der von Ihnen genannten Pressemitteilung fehlte, dann nicht, weil wir hier anderer Meinung wären, sondern weil eine Pressemitteilung auf eine Seite beschränkt ist und die Thematik Tierversuch hier nicht im Zentrum stand. [...] Zusätzlich fordert der WWF ausdrücklich, dass mehr Gelder für die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen aufgewendet werden. Einige Alternativen, wie Zellkultur-Studien und Computer gestützte Modelle gibt es, wie Sie wissen, bereits. Allerdings gibt es nach überwiegender Darstellung in der Wissenschaft bei der Ermittlung von einigen schädlichen Wirkungen zur Zeit leider noch keinen anderen Ausweg, als ein Minimum an wissenschaftlichen Versuchen an Tieren in Kauf zu nehmen [...]. Der WWF lehnt alle unnötigen Tierversuche ab und setzt sich weltweit dafür ein, dass Tierversuche sobald wie möglich überflüssig werden."

    Kommentar: alle Tierversuche sind unnötig, da nicht auf den Menschen übertragbar, wie die Studie "Der Weg in die Zukunft" - siehe oben - beweist.

  • BUND beim Deutschlandfunk, 25.05.04: Die weltweite Produktion von Chemikalien ist inzwischen auf mehr als 400 Millionen Tonnen angewachsen. Der Entwurf für das europäische Gesetz wird im Moment in den Gremien in Brüssel beraten. "Wie im Vorfeld der Europawahl am 13. Juni 2004 die deutschen Kandidaten zu diesen Plänen stehen, ob sie eine rigorose EU-Chemiepolitik unterstützen oder eher eine weiche Variante, das wollten die deutschen Umweltverbände wissen. Was bei der Umfrage herausgekommen ist, dazu hat sich in Berlin der BUND, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland geäußert."

  • Greenpeace und Tierversuche: "Greenpeace befürwortet keine Tierversuche. Im Gegenteil befürworten wir eine Stoffprüfung ohne den Einsatz von Versuchstieren. Gegenwärtig finden zur Prüfung bestimmter Toxizitätsparameter meist international standardisierte Verfahren Anwendung, in denen z.T. auch Tierversuche zum Einsatz kommen. Solche Verfahren sollten schnellstmöglich und so weitgehend wie möglich auf Methoden umgestellt werden, die nicht auf Tierversuchen basieren."


Info-Links

  • 2. September 2004, Dt. Ärzteblatt: [...] Wissenschaftler des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR), die in Deutschland für die toxikologische Bewertung von Chemikalien zuständig sind, haben den Aufwand tierexperimenteller Untersuchungen bei der Umsetzung des REACH-Programmes errechnet. Bei Beachtung der von REACH empfohlenen toxikologischen Methoden wäre nach Schätzung der Forscher innerhalb der nächsten 15 Jahre ein Bedarf von 45 Millionen Versuchstieren denkbar. Wenn jedoch neue, darunter viele tierversuchsfreie Methoden verwandt würden, würden laut BfR "nur" 7,5 Millionen Versuchstiere benötigt [...]

  • März 2004, wkp - Wissenschafts-Pressekonferenz: Sinnvolle Tierversuche? Der Streit um die EU-Chemikalienverordnung REACH nimmt kein Ende

  • März 2004, tierversuchsgegner.org Sammlung verschiedener Informationen "Tierversuche für Altchemikalien widersprechen EU-Gesetzgebung. Gegen die geplanten Tierversuche mit 30.000 Altchemikalien im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung REACH sprechen neben ethischen und wissenschaftlichen Gründen insbesondere rechtliche Gründe."

  • Oktober 2003, MdB Ulrike Höfken: "Mit der Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz haben wir uns dem Schutz der Tiere in besonderem Maße verpflichtet. Wir setzen uns dafür ein, dass dieser Grundsatz auch bei der Neuordnung der europäischen Chemikalienpolitik gelten muss."

  • Oktober 2003, tierschutzbund: "EU-Kommission knickt vor Industrie ein: Kommissionsentwürfe zur neuen EU-Chemikalienpolitik bedeuten Massengrab für Versuchstiere"

  • Oktober 2003, ngo-online: Tierschutzorganisation Vier Pfoten kritisiert die EU-Chemikalienpolitik. "Das neue EU-Chemikalienprogramm könnte endlich die Möglichkeit eröffnen, die Testung von Chemikalien den Standards des 21. Jahrhunderts anzupassen. Aber im Augenblick deutet alles auf ein 'zurück in den Vergangenheit' hin".

  • September 2003, CDU-NRW: "Die derzeit von der Europäischen Union geplante Neuordnung des europäischen Chemikalienrechts könnte zu einer inflationären Zunahme von Tierversuchen führen. Eine Studie der Universität Leicester geht von über 12 Millionen zusätzlich benötigten Tieren aus – das sind mehr als die gesamte Zahl der im neusten EU-Tierversuchsbericht ausgewiesenen Tiere."

  • Juli 2003, tierrechte.de: Gemeinsame Stellungnahme des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte e.V. und der Ärzte gegen Tierversuche e.V. zum Entwurf des Regelwerkes der EU-Kommission für eine zukünftige Chemikalienpolitik

  • April 2003, animalnews: Schweizer Tierschutz TST: Stoppt Tierversuche für die Altchemikalienprüfung!

  • tierrechte.de: EU will alte Chemikalien in grausamen Tierversuchen testen "Gegen diese EU-Pläne sind wir auf europäischer Ebene zusammen mit der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen aktiv. Am 24. April 2001 übergaben wir der EU-Kommission eine halbe Million europaweit gesammelter Unterschriften. Über 50.000 konnten wir vom Bundesverband beisteuern. Die Aktion blieb nicht ohne Wirkung: die EU zeigt durchaus Interesse an tierversuchsfreien Chemikalientests."

  • ALTEX Archiv Sup. 2002/1: Artikel 4: Die neue EU-Chemikalienpolitik - Diskussionen über tierschutzrelevante Details

  • tierschutzbund: 10 Millionen zusätzliche Tierversuche bis 2020?

  • orf: Tierversuche: Forschung nach Alternativen gefordert

  • orf: Mehr Tierversuche durch neue EU-Chemikalienpolitik?

  • tierrechts-signet.ch zitiert ALTEX - Alternativen zu Tierexperimenten: "Im Editorial in ALTEX 2/2001 wurde dargelegt, dass alle Forderungen, die der Deutsche Tierschutzbund zur neuen EU-Chemikalienpolitik gestellt hatte, im Weißbuch der Europäischen Kommission aufgegriffen wurden. Und es ist in der Tat eine kleine Sensation, was da im Weißbuch vorgeschlagen wird: Für chemische Stoffe, die in Produktionsvolumina von jährlich unter 10 Tonnen auf den Markt kommen, sollen nur Daten aus tierversuchsfreien Verfahren vorgelegt werden, damit sie als sicher eingestuft werden und vermarktet werden dürfen. Doch die Tierschützer feiern bislang nicht. Bis zur Umsetzung dieser längst überfälligen Maßgaben ist es noch ein weiter Weg."

  • ECEAE - Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen: "[...] Die Tiere leiden dabei unter Krämpfen, furchtbaren Bauchschmerzen, Anfällen, Zittern und Durchfall, es kann zu Blutungen aus Augen, Mund und Genitalöffnungen kommen, unkontrollierbarem Erbrechen, Lähmungen, Nierenversagen und Koma. [...] Tierversuche im Bereich der Giftigkeitsprüfungen (Toxikologie) sind nicht nur grausam, sondern auch wissenschaftlich unsinnig, denn mit ihnen lässt sich nicht vorhersagen, wie der Mensch auf eine bestimmte Chemikalie reagieren wird. [...]"


Proteste

Linktipp: Ärzte gegen Tierversuche - zur Petition!

Linktipp: Petitionskampagne der Ärzte gegen Tierversuche

  • tierschutzbund-Kampagne: Stoppt Tierversuche für die Altchemikalienprüfung

  • Keine Mäuse für Tierversuche! Mit einer neuen Unterschriften-Kampagne will der Bundesverband Menschen für Tierrechte nun eine massive finanzielle Förderung tierversuchsfreier Testverfahren durch die EU erreichen, damit diese modernen Testsysteme einsatzbereit sind, bevor die Tierversuche beginnen.

  • Protestkarte und Infos bei tierversuchsgegner.at: Musterbrief an Margot Wallström, Umweltkommissarin der Europäischen Kommission

    Frau Margot Wallström
    Umweltkommissarin
    Europäische Kommission
    200, rue de la Loi
    B-1049 Bruxelles
    Belgien

    Sehr geehrte Frau Kommissarin,

    ich begrüße die Bestrebungen der EU-Kommission, die Gesundheit des Menschen sowie die Umwelt vor möglichen Gefahren durch in Verkehr gebrachte Chemikalien zu schützen - dargelegt im Weißbuch "Strategie für eine zukünftige Chemikalienpolitik".
    Wir lehnen aber die Prüfung der Gefährlichkeit von Altchemikalien an Tieren aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ab.

    Tierversuchsergebnisse lassen sich nicht auf den Menschen übertragen und stellen somit keinen ausreichenden Schutz für die Gesundheit des Menschen und der Umwelt dar. Um nur ein Beispiel zu nennen: Dreißig Jahre brauchte es, um die krebserzeugende Wirkung von Asbest bei Tieren künstlich im Labor zu erzeugen!

    Außerdem fordere ich die Streichung der Forderung nach "besondere(n) Forschungsanstrengungen zur Entwicklung und Validierung von in-vivo-Prüfmethoden" auf Seite 16, dritte Zeile, des Strategiepapieres.

    Mit freundlichen Grüßen


    Wir müssen den wahnwitzigen Plan, die Altchemikalien an Tieren zu testen, was tausenden Tieren den qualvollen Vergiftungstod bringt, unbedingt mit allen Mitteln verhindern.


Linktipps

Buchtipps!

PCRM (Physicians Committee for Responsible Medicine)
Eine Vereinigung von Ärzten, die sich der präventativen Gesundheit verschrieben hat und dementsprechend eine vegane Ernährungsweise propagiert und sich gegen Tierversuche engagiert: tierlieb.net-Linktipp

Ärzte gegen Tierversuche: "Seit Jahrzehnten verlässt man sich bei der Risikobewertung und der gesetzliche Reglementierung von Chemikalien auf die Testmethode 'Tierversuch'. Auch die neue EU-Chemikalienpolitik basiert auf der Annahme, Tierversuche könnten Mensch und Umwelt vor schädlichen Chemikalien schützen. Tatsächlich sind Tierversuche im Chemikalienbereich jedoch nicht nur teuer, langwierig und ethisch nicht vertretbar, sie beinhalten auch viele wissenschaftliche Schwachstellen. Diese Unzulänglichkeiten werden jedoch systematisch ignoriert, weswegen Chemikalien, die aufgrund ihrer Gefährlichkeit längst verboten sein sollten, immer noch auf dem Markt sind. Ein Festhalten an der veralteten Testmethode 'Tierversuch' wird in auch Zukunft nicht verhindern können, dass giftige Substanzen verwendet bzw. in die Umwelt freigesetzt werden."

Linktipp: Ärzte gegen Tierversuche


Infos aus dem Medizin-Portal multimedica

Wie sinnvoll sind Tierversuche?

Wissenschaftler bezweifeln den Nutzen vieler Tierexperimente. Sie fordern, alle existierenden Daten aus Tierexperimenten systematisch zu prüfen, bevor neue Studien begonnen werden.

Laut einem im British Medical Journal veröffentlichten Artikel muss die klinische Relevanz vieler Tierexperimente dringend geklärt werden. "Wir fordern, dass Standards, die für Versuche am Menschen gelten auch für Tierexperimente gelten sollen", so Professor Ian Roberts im Namen der Reviewing Animal Trials Systematically (RATS) Group von der London School of Hygiene.

Das Team um Roberts prüfte systematisch veröffentlichte Tierexperimente auf ihre Studiendurchführung und die auf den Menschen bezogene Relevanz. Hierbei stellte sich heraus, dass viele Beispiele Schwäche hatten:

  • in Bezug auf die Planung der Studien

  • mangelnder Einfluss der Durchführung am Menschen

  • teilweise Ungenauigkeit

  • Irrelevante Auswahl an Tieren (Zahl und Spezies)

  • keine validen Schlussfolgerungen

Die Autoren fordern eine genaue Prüfung aller durchgeführten Tierexperimente, bevor neue Studien begonnen werden. Das Medical Research Council (MRC) verpflichtet sich, Forschung an Tieren "nur wenn wirklich nötig" durchzuführen und Alternativen zu entwickeln.

Übrigens wird auch in der MS-Forschung die Übertragbarkeit von Ergebnissen aus dem Tiermodell für Multiple Sklerose (EAE - experimental autoimmune encephalomyelitis) immer wieder angezweifelt.

Quelle: TIER-INFO/BSMO, 28.05.2004/BBC/BMJ


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