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Laut
wurde es am Dienstag, den 18. Mai 2004 im „Cafe
Wurzellos“, dem Treffpunkt wohnungsloser Menschen
in der Trierer Straße in Saarbrücken. Andrang
herrschte, laut und freudig gebellt wurde deswegen,
weil rund 20 Hunde mit ihren Frauchen und Herrchen
zu einem für die Hunde lebenswichtigen Termin
erschienen waren. |

Impfen
gegen alles was zur medizinischen Vorsorge eines Hundes
gehört, stand auf dem Programm, einem von den Tierversuchsgegnern
Saar iniziierten und aus Spenden vieler Tierfreunde finanzierten
Projekts das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Hunden von
wohnungslosen Menschen eine medizinische Grundversorgung
zu gewährleisten.

Frau Dr. Ulrike Klein (rechts i. Bild) und ihre Helferin
von der tierärztlichen Praxis am Saarbrücker Rotenbühl
hatten alle Hände voll zu tun, die kleinen und großen
Gefährten jener Menschen, für die der Hund oft
der einzigste zuverlässige Partner in ihrer Lebenssituation
ist, die notwendigen Schutzimpfungen gegen Tollwut, Staupe,
Hepatitis und anderer, die Gesundheit der Tiere erhaltender
Impfstoffe zu verabreichen.


Da
wurden auch schon mal die Zähne gezeigt, wenn es piekte,
aber mit den anschließend von Frau Dr Klein und den
Hundehaltern verteilten Streicheleinheiten und einem kleinen
Leckerli war der kleine Piekser schnell vergessen und verziehen.
Die Verabreichung von Wurmkuren und was gegen Flöhe,
sehr lästige und sich rasch ausbreitende Blutsauger,
stand ebenfalls auf dem - auf Prophylaxe ausgerichteten
- Tagesprogramm.


Insgesamt
wurden 20 Tiere, darunter neun erst wenige Wochen
alte Welpen zu der vorbeugenden Maßnahme in
der Saarbrücker Anlaufstelle für wohnungslose
Menschen gebracht.

„Ein
erfreulicher erster Schritt, dem weitere folgen müssen“,
so Rolf Borkenhagen, der Vorsitzende der Tierversuchsgegner
Saar, deren Projekt bundesweit einmalig ist und Vorreiter
für geplante Projekte anderer dem Tierschutz
verpflichteter Organisationen ist. „Gerade dass
das Saarbrücker Pilotprojekt gerne angenommen
wird und sich auch herumgesprochen hat ermutigt dazu,
bei gesicherter Finanzlage weitere Termine anzubieten“,
führte Borkenhagen weiter aus. |

Bestandteil
des Saarbrücker Projekts „Hunde von wohnungslosen
Menschen“ ist auch die Kostenübernahme bei dringenden
notwendigen tiermedizinischen Behandlungen. „Es ist
nicht akzeptabel, das die sehr verantwortungsvoll mit ihren
Tieren umgehenden Menschen bei Erkrankung ihres Tieres das
Geld für die Behandlungskosten erst auf der Straße
erbetteln müssen. Dies führt dazu, das sich die
Krankheit verschlimmert, die Kosten dadurch weiter ansteigen,
oder das Tier oft unter Qualen stirbt“, so Rolf Borkenhagen
zum Abschluss.

| Ein
weiterer Bestandteil des Prophylaxeangebots der saarländischen
Tierversuchsgegner ist auch bei entsprechender Indikation
die Kostenübernahme von Sterilisation und Kastration
um den Tierbestand nicht unkontrolliert ansteigen
zu lassen und eine gewisse Konstants zu gewährleisten.
Hierfür leistete Christel Kohls, Mitinitiatorin
des Projekts gestern auch Überzeugungsarbeit
bei den Tierbesitzern.

Für
die nächsten Wochen stehen somit drei Sterilisationen
und Kastrationen an. Das Projekt wird auschließlich
aus Spenden finanziert, für die die Tierversuchsgegner
Saar dankbar sind und auch gerne eine Spendenquittung
ausstellen.
Kontonummer
bei der Sparkasse Saarbrücken:
Blz: 59050101 - 83 144 303 |
Au,
den 19. Mai 2004. Saar
Echo
von
Claude Michael Jung |