| Aha
- Langeweile droht? Vielleicht ein kleines Abenteuer suchen
und Tiere quälen?
Ich hoffe sehr, dass ich diese Anzeige nicht mehr zu sehen
bekomme. Ich habe Gruner & Jahr, Renault und den Deutschen
Werberat angeschrieben und bin gespannt auf die Reaktionen.
P.M.
Magazin, November 2002
Stierkämpfe
sind verboten. Umstrittene Ausnahmegesetze genehmigen einigen
Ländern, diese tierquälerischen Schaukämpfe
trotzdem zu veranstalten; in der Regel sind die Einheimischen
dagegen. Die Veranstalter erhoffen sich dadurch, für
Touristen noch attraktiver zu sein.
Anzeigen wie die für den Clio oben setzen auf diesen
Zug: Dem herzlosen, gelangweilten Mob Abenteuer und Macht
vorgaukeln.
Vielleicht ist das ja die Intention von Renault: Dem Tierquälerland
Nummer eins (Spanien) in die Fußstapfen oder besser
Reifenspuren zu folgen (Stichwort Carcasonne). Und auch
DaimlerChrysler, dem offiziellen Sponsor bei Stierkämpfen
in Frankreich und bei brutalen Rodeos, nicht nachzustehen.
Ob
die Anzeige dem Image von Clio eher nutzt oder schadet,
wage ich nicht zu beurteilen. Zu denken geben möchte
ich allerdings, dass sich in Deutschland die Menschen immer
mehr für Tierschutzthemen interessieren und sich bei
der Zielgruppe, die mit diesem Medium (und dieser Anzeige)
erreicht werden soll, wahrscheinlich eher Ekel als Lust
auf Kauf und Rausch einstellt. voìla!
Infos
über und Petitionen gegen Stierkampf bei www.antistierkampf.de |