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Schächten 2004: Pressescreen, Infos aus Neuss und München

Gegen Schächten

Bild: CARAVAGGIO: St. John the Baptist. Oil on canvas, 102,5 x 83 cm. Öffentliche Kunstsammlung, Basel.

"Es wäre endlich an der Zeit, das betäubungslose Schächten der Tiere als Unrecht sowie als würdeloses und beschämendes Fehlverhalten der Menschen zu erkennen, wie es mit dem Religionsgesetz des Zu-Tode-Steinigens, den Hexenverbrennungen, der Inquisition und der Sklaverei geschah."

Samuel Dombrowski

Bild: CARAVAGGIO: St. John the Baptist. Zur Postkarte
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Kommentar zu untenstehenden Informationen: Diese Nachrichten haben in Tierschutz-Kreisen hohe Wellen geschlagen und zu massivem Schriftverkehr geführt. Momentan sehe ich mich außerstande, auch aufgrund des Informantenschutzes, Details hierüber zu veröffentlichen. Viola Kaesmacher


Infos und Presse-Spiegel

Schächten im Kreis Neuss

Presse-Info des Tierschutzvereins Neuss bezüglich Schächten (S. 1)
Presse-Info des Tierschutzvereins Neuss bezüglich Schächten (S. 1)

 

Der Tierschutzverein für den Kreis Neuss warnt vor illegalen Schächtungen aus Anlass des Islamischen Opferfestes. Wovor Tierschützer seit Jahren warnen, hat sich bewahrheitet: nach Recherchen des NDR Hamburg halten sich Muslime nicht an deutsche Gesetze. Sie schächten illegal und ohne Betäubung und Genehmigung Tausende von Schafen und Ziegen. Insbesondere aus Anlass des jetzt bevorstehenden islamischen Opferfestes "Kurban Bayrami", das vom 1. bis 3. Februar 2004 stattfindet, aber auch das ganze Jahr über wird gegen geltende deutsche Gesetze verstoßen und Tiere in kaum vorstellbarem Maße zu Tode gequält.

Landwirte und Schäfer, die lebende Schafe oder Ziegen an Muslime verkaufen und deshalb annehmen können, dass diese gesetzeswidrig geschächtet werden sollen, oder gar solche tierschutzwidrige, illegale Schlachtungen auf ihrem Hof dulden, machen sich strafbar und können wie die Muslime mit Geldstrafen bis zu 25.000 Euro belegt werden. Die Tiere werden entschädigungslos beschlagnahmt, insbesondere auch wegen der Gefahr der Übertragbarkeit von BSE bei illegaler Schlachtung. So hatte sich das Bundesverfassungsgericht die deutsche Wirklichkeit 2 Jahre nach seinem aufsehen erregenden und höchst umstrittenen Urteil nicht vorgestellt. Das höchste deutsche Gericht wollte damals ausdrücklich illegale Schlachtungen verhindern.

Der Tierschutzverein für den Kreis Neuss bittet deshalb die Bevölkerung um verstärkte Aufmerksamkeit, insbesondere in der Nähe von Schäfereien oder landwirtschaftlichen Betrieben mit Schaf- und Ziegenhaltung. Hinweise auf illegales Schächten können neben dem Transport lebender Tiere, Blutspuren an Feldrändern oder Grünanlagen sein, sowie weggeworfene oder vergrabene Schlachtabfälle, Haltung von Schafen und Ziegen in Privathäusern oder Kleingartenanlagen. Verständigen Sie im Verdachtsfall umgehend die Polizei oder das Veterinäramt (für den Kreis Neuss: 02181/6010). Allein aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung konnten im letzten Jahr illegale, tierquälerische Schächtungen von den Behörden aufgedeckt und die Täter bestraft werden.

Neuss, 25. Januar 2004. Für Rückfragen und weitere Informationen: M. Salem, Tel. 02159/80260, Fax 02159/8590. Quelle: Presse-Info Tierschutzverein für den Kreis Neuss e.V. Tierheim Oekoven

Schächten in München

Hintergrund-Information...

... zu dem Verbot des betäubungslosen Schächtens in München:
Auf Grund der tierschutzwidrigen Fixierung in dem Münchener Schlachthof hatte die Stadt München das jüdische betäubungslose Schächten verboten - mit Kenntnis des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz. Da sich die jüdische Fleischindustrie nicht darauf verständigen wollte, die zur Umrüstung notwendigen Euro 110.000 aufzubringen - und weiterhin nicht bereit war, die betäubungslos zu schächtenden Rinder und Kälber vorher zu kaufen, ist die gesetzte Frist längst überschritten worden (Umrüstung).

... übrigens: Das Jahr 2004 hat hoffnungsfroh und ermutigend in Tierschutzangelegenheiten begonnen: Kurz vor Jahreswechsel sei laut Karin Baumann aus authentischer Quelle bekannt geworden, dass flächendeckend in Deutschland nicht mehr jüdisch (betäubungslos) geschächtet wird - auch nicht mehr in
München. Insofern gäbe es für Muslime nicht mehr das Argument der Diskriminierung wegen der vermeintlichen Privilegien der Juden.
Theoretisch-wissenschaftlich wurde bewiesen, dass bei keiner der Gruppen zwingende religiöse Vorschriften existieren. Ziel muss nun sein: Kein betäubungsloses Schächten in Europa!

Wichtige Information:

Die jüdische Fleischindustrie konnte bis Mai 2003 viele Tiere grausam töten, ohne diese vorher zu kaufen. Da sie nur 1/10 der "verbrauchten" Tiere als "koscher" erklärte - und selbst davon ausschließlich nur das Vorderstück bezahlte, wissen wir nun endlich, dass durch die Schlachtbetriebe selbst die größten Anteile der durch das betäubungslose Schächten unter Qualen gestorbenen Tiere (durch Rabbiner als nicht "koscher" aussortiert/verworfen = lukrative Koscherzertifikate!) auf den europäischen/deutschen Markt in die Fleischtheken ungekennzeichnet (auch als "Bio"-Fleisch) gekommen sind. - Wussten Sie es? (vgl. dazu Dtn 14,20.21)*

Der neue Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Berlin, Notar und Rechtsanwalt Albert Meyer ist ein Hoffnungsträger, denn er führt keinen koscheren Haushalt und lehnt kommerzielle Aspekte zur Betäubungslosigkeit des Schächten selbst ab (Brief an Karola Baumann am 24.12.03). Wir alle wollen den jüdischen Gemeinden Glück wünschen zu dieser konstruktiven Entscheidung.

*Anm. zu Dtn (5 Mose) 14,20.21: Diese Bibelstelle wäre allerdings dann sehr unreflektiert als Beleg herangezogen worden. Insbesondere irritiert dort das Wort "Aas", wobei nicht ganz klar ist, was damit gemeint ist, denn wirklich verdorbenes Fleisch hätten wahrscheinlich auch die damaligen "Fremden" und "Ausländer" nicht vertragen.

Gemeint ist wahrscheinlich Fleisch von gerissenen oder von selbst verstorbenen Tieren, das noch brauchbar war. Dennoch wäre dies heutzutage auch für Nicht-Juden eine Zumutung.

Auch die politischen Gegebenheiten sind heute anders: Es geht nicht mehr um "Fremde" und "Ausländer", sondern um Einheimische. Und hierzulande betrachtet man eher Tiere aus Qualschlachtungen (und zunehmend auch Qualhaltungen) als nicht koscher (rein, untadelig).

Auch in Israel selbst wird dies zunehmend so empfunden, denn gerade dort gibt es sehr viele Vegetarier. Anzumerken ist noch, dass fast alle Medikamente als "nicht koscher" einzustufen sind (oft qualvolle Tierversuche, bevor sie auf den Markt kommen).

Quelle: Ines Odaischi; Karola Baumann, Düsseldorf; 15. Januar 2004. Fon/Fax 0211/45 42 224

Schächten in den Medien
  • Informationen des NDR
    Wie deutsche Veterinäre beim Schächten wegsehen
    Presse-Info vom NDR - Schächt-Skandal Stegen (Veterinär und Schlachthof-Leiter in Karlsruhe, wo der Sachkundenachweis für Schächten abgelegt werden muss) sei Zeuge geworden, wie auf einem Schlachthof hunderte von Tiere zwar offiziell, aber dennoch illegal geschächtet worden seien. Veterinäre hätten dies einfach ignoriert oder toleriert. Ähnliche Fälle habe der Veterinär Wenzlawowicz im schleswig-holsteinischen Grove beobachtet. Diese Fälle wurde in der Sendung "Das Forum" am 14.01.04 um 20:30 beim NDR thematisiert.

  • Pressemitteilung PROVIEH
    Anlässlich des Islamischen Opferfestes vom 01.- 04. Februar 2004 erneuert PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. seine Forderung nach einem Verbot des betäubungslosen Schächtens. „Das betäubungslose Schächten ist Tierquälerei und daher nicht mit dem im Grundgesetz formulierten Staatsziel Tierschutz vereinbar“, meint Sandra Gulla, Vorsitzende von PROVIEH. (PROVIEH, 13.01.04)

  • Partei Mensch Umwelt Tierschutz
    Die Tierschutzpartei hielt die 4. Große Mahnwache gegen Schächten und qualvolles Schlachten am 24. Januar 2004, Schloßplatz in Stuttgart.

    Rede von Alkis Kurul, Landesverband Hessen: "[...] Wir sollten nie vergessen, dass die Tiere Geschöpfe des allmächtigen Allahs sind - genauso wie wir. Wer kann wirklich glauben, dass Allah will, dass seine Geschöpfe sich untereinander Schmerz und Angst bereiten. Die Religion und die Wissenschaft ist sich einig.[...]" (vollständige Rede als pdf, 19 KB)

    Rede von Samuel Dombrowski, zusammengestellt und vorgetragen von Stefan Ade: "[...] Es gibt weder eine jüdische noch eine islamische Religionsvorschrift, die das Betäuben der Schlachttiere verbietet und der weltberühmte Oberrabbiner Dr. Stein schreibt in seinem rabbinisch-theologischen Gutachten „Über das Schächten“: Zitat: Es ist im mosaischen Religionsgesetz keine Spur zu finden, nach der das Töten eines zum Genuss erlaubten Tieres mittels eines nach den strengen Regeln der Shechita auszuführenden Schnittes an den Hals – Schächten oder Schechita - zu geschehen habe oder gar, dass ein Tier bei dem diese Handlung unterlassen wurde, zum Genusse verboten sei![...]" (vollständige Rede als pdf, 28 KB)


Schächten 2004 - Beiträge, die z.T. nach Protesten schreien

  • Nürnberger Nachrichten, 03.02.04 (!!!)
    Ein Gebet vorm Kehlenschnitt: Zum islamischen Opferfest werden in Neustadt Schafe rituell geschächtet

  • Die Zeit, 29.01.04 (!!!)
    Bete und Schächte: "[...] Ein interkultureller tierethischer Dialog kommt in Deutschland an drei Notwendigkeiten nicht vorbei: erstens, sich über die blinden Flecken der christlich-säkularen Tradition aufzuklären, zweitens den Holocaust als Manifestation einer menschenverachtenden Ausrottungsmentalität zu reflektieren sowie drittens über die durch die Suprematie der westlichen Industrienationen verursachte Kränkung der islamischen Kultur nachzudenken."
  • WAZ,02.02.04
    Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde die Polizei am Sonntagmittag gegen 12 Uhr an die Kirchhellener Allee gerufen. Auf einem Privatgrundstück wurden aus Anlass des muslimischen Opferfestes Schafe geschächtet. Von 30 Tieren konnte die Polizei noch drei vor dem Tode bewahren. Diese Art der Schlachtung ist in Deutschland aus Tierschutzgründen verboten. Die Polizei schaltete das Dorstener Ordnungsamt und den Kreisveterinär ein. Es wurden Anzeigen erstattet.

  • ots, 01.02.04
    Schächten ist schlimmste Tierquälerei Wien: Massive Kritik an der heute durchgeführten Massenschächtung von 350 Schafen in einem Kottingbrunner Schlachthof übt die Landesparteiobfrau der FPÖ-NÖ, Barbara Rosenkranz...

  • Evangelischer Pressedienst, 26.01.04
    Tierschutzbeirat: Schächten ist Tierquälerei. Das Schächten von Tieren sei nach dem Tierschutzgesetz verboten, sagte Stadtfeld. Der Veterinär kritisierte in diesem Zusammenhang die gesetzlich möglichen Ausnahmen vom Betäubungsverbot wegen eines zwingenden religiösen Bedürfnisses. Er forderte, "diese Passage des Tierschutzgesetzes ersatzlos zu streichen." Ausnahmen seien spätestens seit der Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz nicht mehr haltbar. In Rheinland-Pfalz hätten die Behörden im vergangenen Jahr keine Ausnahmegenehmigungen zum Schächten erteilt.

  • Netecho
    Ablehnung fördert Schwarzschlachtung. Zentralrat der Muslime äußerte sich.

  • news.ch, 01.02.04
    Beim unsachgemäßen Schlachten von Tieren zum moslemischen Opferfest haben sich in der Türkei fast tausend Menschen verletzt. Zahlreiche Gläubige mussten mit Schnittwunden an Händen und Gesicht im Spital behandelt werden.


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