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Schächten aus Sicht des Tierschutzes


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Schächten aus Sicht des Tierschutzes (Infos 2003)

Gegen Schächten

Bild: BERCHEM, Nicolaes: Animal Study. Oil on canvas mounted on panel, 44,9 x 63,7 cm. Museum voor Schone Kunsten, Ghent

"Schlimm ist es, wenn Menschen aus religiösen Gründen Tieren den Hals bei lebendigem Leibe einige Male durchschneiden, bis es nach 10 Minuten endlich stirbt. Dieser grausame Vorgang wird Schächten genannt. Aus diesem Grunde hatte uns unsere jüdische Mutter vegetarisch ernährt, um den Tieren nicht unnötig Leid zuzufügen."

Jakob Brem

Bild: BERCHEM, Nicolaes: Animal Study. Zur Postkarte
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Weitere Infos, Presse-Spiegel 2003 und Linktipps

 

Auszug aus Paul Spiegel, WAS IST KOSCHER? Jüdischer Glaube - jüdisches Leben, Ullstein, München (ohne Jahresangabe; Vorwort 1993; Neuauflage 2003)

Auszug S. 182ff: Das Schächten

Wir haben also jetzt sechs Grundregeln des Kaschrut vor uns. Doch damit ist das Fleisch noch lange nicht koscher! Denn es kommt auch darauf an, wie ein Rind geschlachtet und zubereitet wird. Und deshalb ist ein Rindsteak in einem nichtkoscheren Restaurant genauso trefah, also nichtkoscher wie Schweinefleisch.

Nach Jüdischem Glauben ist das Blut der Sitz der Seele. Wir dürfen Tiere töten, nur weil wir sie essen wollen, aber wir müssen Respekt vor der Kreatur Gottes wahren, indem wir ihre Seele unberührt lassen. Um dies zu gewährleisten, müssen die Tiere in einer ganz besonderen Art des Weise geschlachtet werden. Die jüdische Art des Schlachtens heißt auf Hebräisch: Schechita, auf Deutsch: Schächten.

Viel dummes Zeug wird in der Öffentlichkeit über das Schächten verbreitet. Darum gebe ich hier eine detaillierte Erklärung des sagenumwobenen jüdischen Schlachtens:

  • Nicht jeder Jude darf ein Tier schächten. Es bedarf dazu eines Schochet, eines speziell geschulten Schächters. Dieser Mann hat nicht nur die Technik gelernt, sondern er kennt die Regeln des Kaschrut und des Schächtens, die im Talmud in allen Details erläutert werden, ganz genau. Und er muss ein in jeder Hinsicht frommer Mann sein.

  • Denn das Schächten eines Tieres wird als heilige Angelegenheit mit einer besonderen Verantwortung verstanden. Es ist keine Kleinigkeit, ein Geschöpf Gottes einfach zu töten!

  • Das Schächten erfolgt mit einem speziell dafür vorgesehenen Messer mit einer hyperscharfen Klinge, die vor jedem Schächtvorgang überprüft werden muss. Ist sie stumpf oder hat sie an irgendeiner Stelle eine Unebenheit, darf sie nicht benutzt werden, das würde Tierquälerei bedeuten. [Jeder Schochet steht unter Aufsicht eines Rabbinats und muss dort regelmäßig seine Messer zur Prüfung vorlegen.]

  • Das rituelle Schlachten erfolgt, nachdem der Schächter, der Schochtet, einen Segen über die Schächtung gesprochen hat.

  • Er muss die Kehle des Tieres in einem Zug durchschneiden. Das dauert eine knappe Sekunde, und damit sind die Luft- und die Speiseröhre sofort durchtrennt, ebenso wichtige Nervenstränge, die Halsschlagadern und die Drosseladern.

  • Diese Durchtrennung führt dazu, dass das Tier nur knapp zwei Sekunden nach dem Kehlschnitt bewusstlos ist.

  • Selbst der Schnitt tut dem Tier nicht weh, er geht so schnell, dass der Schmerz gar nicht richtig einsetzten kann. Wir Männer kennen das, wenn wir uns beim Rasieren schneiden. Es dauert eine Weile, bis wir überhaupt merken, dass wir uns geschnitten haben!

[...] Diese für manche Leser vielleicht zu präzise Beschreibung des Tötungsvorgangs ist deswegen wichtig, weil, wie schon angedeutet, gerade das Schächten von Antisemiten gerne als Vorgang dargestellt wird, der beweist, wie "grausam" Juden sind.

[...] Das Blut ist tabu! Und eben darum muss geschächtet werden, denn das ist die einzige Tötungsart, bei der das Blut nicht in das Fleisch eindringt. Und, Physiologen und Veterinärärzte bestätigen es: Das Schächten ist die humanste Methode der Tierschlachtung.

Wenn ich daran denke, auf welche Weise Tiere in der nichtjüdischen Welt getötet werden, dann weiß ich nicht, was brutaler ist. Sie werden herumgehetzt, bis sie, das Fleisch durch ihre Panik bereits voller Stresshormone, einen Bolzenschuss abbekommen, und dann irgendwie abgeschlachtet. Es ist nicht die Sache der Juden, diese Form der Tierschlachtung zu kritisieren. Umgekehrt gilt jedoch dasselbe!

Zitat Paul Spiegel


Sehr geehrter Herr Spiegel,

zunächst Glückwunsch; Sie haben sich wieder einmal durchgesetzt. Wenn Sie so weitermachen, wird Deutschland samt Regierung und Parteien ein Land der Duckmäuser und Schleimer. Man kann sich über die bewusste Rede streiten, und zwar in der Hinsicht, ob solche Vergleiche aus der Geschichte zulässig sind; antisemitisch war sie jedenfalls nicht! Mir jedenfalls waren viele der angeblich antisemitischen Klischees total unbekannt. Das Ziel der Rede war, sich gegen die Bezeichnung Deutschlands als Tätervolk noch ca. 60 Jahre nach dem Holocaust zu wehren, und so sehr strittig ist, ob es zulässig ist, dazu Vergleiche aus der Geschichte heranzuziehen; letztendlich kam auch Hohmann zur Erkenntnis, dass man auch das jüdische Volk nicht als Tätervolk bezeichnen kann. Im übrigen verwahrte sich in der Sendung "Sabine Christiansen" auch Herr Schily gegen die Bezeichnung Deutschlands als Tätervolk. Muss er nun auch bald gehen?

Jetzt zu obigem Text: Sie dürfen offenbar unwiderfochten sämtliche Aussagen von anerkannten Veterinären (einschließlich der Bundestierärztekammer) zum betäubungslosen Schächten als
"Unsinn" bezeichnen.

Das Schächtgeschehen im Sekundentakt haben Sie offenbar Levinger entnommen, nicht entnommen haben Sie Levinger, dass es auch auf jüdischen Schlachthöfen zu Massenschächtungen kommt (vgl. Levinger, Schechtia, S. 43). So gesehen ist ihr durchaus berechtigter Seitenhieb auf hiesige Schlachthofverhältnisse schon etwas eigenartig. Und ich teile auch ganz und gar nicht Ihre Meinung, dass Sie hierzu nichts Kritisches sagen dürfen; im Gegenteil, hier sollten Sie Ihre Kritik laut, sehr laut äußern! Zu dem 3-Sec-Takt Levingers.

Nun, unbenommen der Tatsache, dass Levinger in seinem Buch neuere Arbeiten berücksichtigt hat, stammen seine eigenen Untersuchungen aus seiner Doktorandenzeit, und die ist schon eine Weile her. Nach Aussage des TVT sind heutige Messgeräte feiner und genauer. Ich glaube nicht, dass sich die Angaben Levingers halten lassen.

Noch eins: Zu dem Schächtschnitt selbst (Dauer weniger als eine Sekunde) ein Zitat aus Levinger, Schechita, S. 21: "Sofort nach den erfolgten Vorbereitungen des Tieres zum Schächten (sic. die Fixierung des Tieres, die Sie vornehm verschweigen) macht der Schochet (der religiöse Durchführer des Schächtens) ein oder zwei Schnitte durch den Hals und trennt dabei alle Weichteile des Halses, wie es oben beschrieben ist [...]. Die Wunde klafft auf und der Blutstrom fließt ungestört heraus."

Ungeachtet der Tatsache, dass hier Levinger selbst zugibt, dass der Schächtschnitt keinesfalls immer gleich ausgeführt wird (und bei den zwei Schnitten dürfte die sowieso zweifelhafte Angabe unter einer Sekunde hinfällig sein), wird hier noch verschwiegen, dass sehr oft Nachschnitte erforderlich sind, weil der Blutaustritt durch Verkrustung der Blutaustrittstellen nicht mehr gewährleistet ist. Und das alles ohne jegliche Betäubung!

Wissen Sie, was ich denke, sehr geehrter Herr Spiegel, Sie haben weder Levinger noch andere Publikationen zum betäubungslosen Schächten gelesen, sondern nur erfreut die 3-sec-Theorie von Levinger (inzwischen xmal widerlegt!) herausgenommen, um Ihre Gemeindeglieder, die in der Regel sehr tierlieb sind, zu beruhigen. Aber es lassen sich eben nicht alle beruhigen!

Dazu ein Zitat, entnommen Hartinger, Schächten, S. 47 (das Buch liegt Ihnen inzwischen vor), und zwar des Autors J.G. in der israelitischen Zeitschrift 'Natur und Gesundheit' vom Mai/Juni 1964 unter dem Titel 'Das Gemetzel im Schlachthaus' als seine Stellungnahme zum Schächten angeführt:

Das Rind liegt auf dem Rücken, seine Beine sind mit Ketten gebunden und gegen die Decke ausgestreckt. Das Maul ist am Boden mit einem Eisenring fest gespannt.

Der ausgestreckte Hals wird in seiner ganzen Tiefe bis an die Wirbelsäule durchschnitten. Das Leiden ist schrecklich! Das Blut fließt wie eine immer stärker werdende Quelle. Das Todesringen dauert bis zu 13 Minuten.

Jeder, der Zeuge war solch einer grauenhaften Tötung, jeder, der den Todesschrecken gesehen hat, der aus den Augen des ermordeten Tieres sichtbar ist, wird diese Schau, die in ihrer bestialischen Grausamkeit gegen den Himmel schreit, niemals vergessen!

J.G.

Ach übrigens, aus äußerst zuverlässiger jüdischer Quelle weiß ich, dass viele Schochets ihre Tätigkeit nicht allzu lange aushalten. Kein Wunder (s. obigen Bericht).

Und von gleicher zuverlässiger Quelle weiß ich, dass die große anfallende Blutmenge auf jüdischen Schlachthöfen mit Sägespänen vermischt als Hühnerfutter verwendet wird. So viel zum Respekt vor der Seele des geschlachteten Tieres! Ich finde, wenn Sie es da schon so genau nehmen, dann sollte das Blut jedenfalls in die Erde fließen und nicht als Hühnerfutter Verwendung finden.

Im übrigen ist nach Dtn 12 jedes unbetäubte Schächten eine sehr profane Angelegenheit; denn gerade in diesem Text wurde ja die profane Schlachtung freigegeben. Die eigentlichen Opfer gibt es ja seit 70 neuer Zeitrechnung nicht mehr. Warum, wenn es doch Möglichkeiten der Betäubung der Tiere gibt, wenden sie diese nicht an bzw. verbieten Sie diese noch immer?

Nun ja, Sie sind eher Künstler - ich bin eine Bauerntochter, die diese Tiere, um die es geht, großgezogen hat und auch mit den erwachsenen Tieren sehr vertraut war. Ich glaube nicht, dass Sie meinen Schmerz und meine Wut ermessen können, wenn ich
sehe, wie das orthodoxe Judentum bei der Schlachtung mit ihnen verfährt. Bitte, halten Sie mir jetzt nicht entgegen, dass ich mich nur um jüdische Verfehlungen gegenüber Tieren kümmere; ich gehe genauso gegen christliche/säkulare Verfehlungen gegenüber Tieren an. Aber gerade vom Judentum bin ich unendlich enttäuscht!

Sie sind das auserwählte Volk Gottes! Und Sie sollten ein Vorbild in allen Dingen für die anderen Völker sein, das ist insbesondere Ihr Auftrag in dieser Welt. Aber was sehe ich! Sie haben noch immer die gleiche Halsstarrigkeit, die in der jüdischen Bibel Ihrem Volk des öfteren bescheinigt wurde.

Ich denke, eines Tages treffen wir uns vor Gott wieder. Mal schaun, was Er zu dem unbetäubten Schächten Seines Volkes angesichts der möglichen Betäubung (die übrigens gar nichts am Blutaustritt ändert) sagen wird!

Hochachtungsvoll
Ines Odaischi

PS: Zu Ihrer Aussage: "Wir dürfen nur Tiere schlachten, wenn wir sie essen wollen". Nein! Sie dürfen Ersatztiere schlachten, wenn das geschächtete Tier Ihren Trefotvorschriften nicht entspricht. Und die sind mannigfach; es genügt schon eine verklebte Lunge (die mich überhaupt nicht wundert, da insbesondere das Rind in seinem Todeskampf den aus der gleichfalls durchgeschnittenen Speiseröhre austretenden Vormageninhalt in die Luftröhre bekommt).

Dazu noch eine Frage: Wohin gerät denn das Fleisch der Tiere, die sie nach ihren Trefotbestimmungen nicht mehr als zum Verzehr für Juden geeignet halten?

Übrigens, nur zu Ihrer Information: Im Judentum wird nicht die Kehle durchschnitten, sondern der Schnitt erfolgt unterhalb des Kehlkopfrings. Sie hätten Levinger vielleicht doch etwas besser studieren sollen!

Leserbrief Ines Odaischi


Die Aussage von Paul Spiegel in seinem Buch zum betäubungslosen Schächten, das Tier sei "nach dem Kehlschnitt in knapp zwei Sekunden bewusstlos" und "Schächten sei die humanste Methode der Tierschlachtung" ist falsch - schlicht Geschmacklosigkeit, sein Versuch, den Schächtschnitt mit einer Schnittverletzung beim Rasieren vergleichend zu verharmlosen.

Dr. med. Werner Hartinger zum Schächtvorgang: "Das Tier leidet furchtbar bis zu 13 Minuten. Austretender Vormageninhalt wird aus der durchtrennten Speiseröhre in die Lungen aspiriert. Erstickungsanfälle und schreckliche Todesangst sind die Folge. Während des langsamen Ausblutens thromosieren und verstopfen vielfach Gefäßenden der vorderen Halsarterien, so dass regelmäßig nach geschnitten werden muss [...]"

Nicht umsonst ist betäubungsloses Schlachten laut Tierschutzgesetz verboten und lehnt die Bundestierärztekammer vehement seit jeher "jedes Schlachten ohne Betäubung aus Tierschutzgründen ab."

Quelle: Arbeitskreis für Umweltschutz und Tierschutz,
Bundesarbeitsgruppe gegen Tierversuche und betäubungsloses Schächten. Ullrich Dittmann/09.11.2003. Weitere Informationen unter www.tierschutz-online.de Linktipp: Fragen-und-Antwort-Katalog: Schächten - Behauptungen und Antworten (pdf)

Arbeitskreis für Umweltschutz und Tierschutz


Aus einem Leserbrief: "Ich bin gelernter Metzger, war 15 Jahre in diversen Schlachthöfen und habe selbst geschächtet. Der Artikel entspricht nicht den Tatsachen. Die Rinder stöhnen 10 Minuten lang und der Schächter muss zweimal die verkrusteten Blutgefäße nach schneiden. Dabei zeigt das Tier noch gezielte Abwehrbewegungen. Ich finde das unmöglich bei der heutigen Betäubungstechnik. Bitte belegen Sie mir die Tierärzte mit Name und Anschrift, die schächten als human bezeichnen."

Metzger Burkhard Marterer, Lindau


 

Selim Özdogan "Türkisches Picknick unter deutscher Sonne"

Wohl aus Anlass des muslimischen Opferfestes (Kurban-Bayrami), war in der Wochenendbeilage der Stuttgarter Zeitung vom 08.02.2003 der Artikel "Türkisches Picknick unter deutscher Sonne" zu lesen. Peter Gernbacher, Stuttgart, schrieb dazu folgenden Leserbrief:

"Eine furchtbare Geschichte über das Schächten. [...] Die in der „türkischen Geschichte“ geschilderte Methode war und ist auch heute noch verboten und muss strengstens geahndet und bestraft werden. Aber trotz dieses Verbotes wird es immer wieder ausgeübt [...].

Authentisch wird geschildert, wie tierquälerisch dieses „Kehle-Durchschneiden“ in der Praxis durchgeführt wird. Ein Lamm wird von einem Türken gekauft, es wird gefesselt aufbewahrt und am Opfertag wird ihm unter großen Schmerzen so lange am Hals herum gesäbelt, bis dass es endlich, Gott-sei-Dank, ausblutet und stirbt. Ohne Mitgefühl für das Tier zu empfinden, wird die Geschichte einer brutalen Tierquälerei erzählt.

Dass die Stuttgarter Zeitung, auf einer ganzen Seite, in „Kultur-offener“ aber unkritischer Weise solch ein Verbrechen abdruckt, ist ein Skandal. Pardon – es müsste einer sein. Aber die meisten Menschen empfinden nichts Schlimmes bei solch einer Schilderung. Nur einigen „verrückten“ Tierschützern raubt es den Verstand. Tierquälerei findet täglich statt - gleich um die Ecke. Und die Zeitungsmacher drucken es kommentarlos ab – und denken sich auch nichts Schlechtes dabei."

Kommentar tierdach: Zumindest wurde wohl nachträglich darüber nachgedacht, jedenfalls ist online nichts mehr über den Beitrag von Selim Özdogan zu finden.

Der Schriftsteller Selim Özdogan, geboren 1971, lebt in Köln. Im März erscheint im Aufbau Taschenbuch Verlag sein Geschichtenband "Trinkgeld vom Schicksal", der auch diese Geschichte über das Opferfest enthält. 1995 erschien "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist", danach weitere Romane und Storys. Immer dreht es sich bei Özdogans Werken darum, wie man mit dem Leben klarkommt, ohne seine Seele zu verkaufen - wenn man denn eine hat...


Linktipps und Pressescreen

 

Linktipp: Infoseite beim Tigerfreund

Untenstehend: Zusammenstellung am 10.02.03 von Rolf Borkenhagen, www.tierlieb.net

  • Länder verbieten Schächten zum Opferfest
    Muslime feiern ab Dienstag das Opferfest. In Nordrhein-Westfalen und Hessen notgedrungen ohne Schlachtopfer. Die nordrhein-westfälischen Behörden haben fast alle Anträge auf eine Erlaubnis zum Schächten zum muslimischen Opferfest abgelehnt...
    (Netzeitung Politik 10.2.2003)

  • Ausblutender Brauch
    RELIGION. Muslime kritisieren: Der NRW-Schächt-Erlass beim heute beginnenden Opferfest wirkt wie ein verstecktes Verbot.
    (Neue Ruhr Zeitung Lokales 10.2.2003)

  • Zwischen Tierschutz und religiösem Brauch
    Lippische Amtstierärztin Bierwirth-Wiest wirkt an Erlass zum Schächten mit. Kreis Lippe. Das Schächten also das betäubungslose Töten von Tieren durch Kehlenschnitt ist zu genehmigen, wenn der Antragsteller zwingende religiöse Gründe darlegt.
    (Lippische Landes-Zeitung Lokales 9.2.2003)

  • Neuer Streit ums Schächten
    POTSDAM. Es war ein Angebot zur Integration. Vier Monate nach den Al-Qaida-Anschlägen in New York und Washington hatte das Bundesverfassungsgericht erklärt, dass auch Muslime in Deutschland schächten, das heißt betäubungslos schlachten, dürfen - wenn ihr Glauben dies erfordert.
    (
    Märkische Allgemeine Politik 10.2.2003)

  • Keine Schlachtung ohne Betäubung
    GÖPPINGEN. Zum bevorstehenden moslemischen Opferfest am 11. Februar sind beim Landratsamt vier Anträge für Schlachtungen ohne Betäubung eingegangen. Alle Anträge wurden abgelehnt. In einem Fall bestätigte ein Gericht die Entscheidung.
    (
    Stuttgarter Zeitung Lokales 10.2.2003)

  • "Schächten nur in Ausnahmefällen"
    STUTTGART (StZ). Ausnahmegenehmigungen zum betäubungslosen Schlachten von Tieren würden im Land restriktiv gehandhabt, teilte das Agrarministerium jetzt mit.
    (
    Stuttgarter Zeitung Politik 10.2.2003)

  • hintergrund
    Schächten & verschenken. Das Opferfest geht auf den Propheten Mohammed zurück: Er begründete es kurz nach seiner Übersiedlung von Mekka nach Medina im Jahr 622.
    (
    TAZ Vermischtes 10.2.2003)

  • Qual oder egal?
    Gegner des betäubungslosen Schächtens kritisieren, dass die Tiere dabei unnötig leiden. Muslime halten das Verfahren für tierfreundlich.
    (TAZ Vermischtes 10.2.2003)

  • Warten auf das Opferfest
    Karlsruhe hat das Schächten erlaubt. Seither versuchen die Länder, Muslime davon abzuhalten - mit Restriktionen.
    (TAZ Vermischtes 10.2.2003)

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