| 08.02.04 |
| Pour
un petit morceau de viande,
Nous volons une Âme de Lumière
Et l‘espace
de temps dans
lequel elle est née
Et pour
lequel elle se réjouissait
Plutarque
Die
Rinder werden mit einem Bolzenschuss betäubt,
dann wird ein Messer in die großen Blutgefäße
des Halses gestoßen. Das Tier stirbt,
kopfüber am Band hängend, durch Ausbluten.
Das
Bild zeigt einen Abschnitt des Schlachtprozesses,
in dessen Verlauf aus einem fühlenden Lebewesen
ein Lebensmittel gemacht wird. Nachdem der Kopf
vom Kärper abgetrennt und enthäutet
wurde, wird er für die Fleischbeschau an
einen Haken gehängt. |
 |
| Bild
©
by Alexander Farkas
- www.tierschutz-medienarchiv.de
Endstation
Schlachthof: Ob Kalb, Milchkuh oder Mastbulle,
das Leben aller Rinder aus der landwirtschaftlichen
Nutztierhaltung endet hier. |
|
Warum
sprechen wir in der Öffentlichkeit nicht über Schlachthäuser?
Warum wird dieses Thema nicht öffentlich diskutiert?
Warum reden wir nicht zusammen in einer «table ronde»,
etwa auf RTL, über die vielen dunklen Fragen bezüglich dem
maßlosen Schlachten nicht menschlicher Tiere?
Warum finden sich die Minister für
öffentliche Gesundheit, der Landwirtschaft, der Umwelt,
der Erziehung, der Direktor der Veterinärinspektion, aber
auch die für diesen Bereich zuständigen Volksvertreter,
die so genannten "gemäßigten Tierschützer",
die an der Ausbeutung der so genannten "Nutztiere"
ungeniert partizipieren, im Verein mit Vertretern der Tierrechtler,
die auch diesen Tieren gegenüber sich grundsätzlich
gewaltlos verhalten, gleichwohl billig und ehrabschneidend
als "Extremisten"
[1] bezeichnet werden,
nicht zu einem gemeinsamen Plausch zusammen?
| Auch
ein kollektiver Konsens kann keine Legitimierung für
Verbrechen sein! Denn sonst müsste, beispielsweise,
auch dem Faschismus oder der Jäger-Lobby die "Absolution"
erteilt werden. |
Warum
also wollen wir nicht ernsthaft über den systematisch geplanten,
haufenweisen Totschlag wehrloser Geschöpfe in der Öffentlichkeit
reden? Warum verurteilen wir nicht -dem blutigen Ernst der
Sache gemäß!- die tägliche, massenhafte
Deportation unschuldigen Lebens in die Lager
ihrer völlig sinnlosen Vernichtung, die wie selbstverständlich
"Schlachthäuser" genannt werden? "Für
Millionen Tiere ist jeder Tag Treblinka!", so
der jüdische Tierrechtler Isaac
B. Singer.
Weil
wir in unserem heimlichen Komplizentum sehr genau wissen,
welche Kardinalverbrechen wir mit unserem Schweigen zu verschleiern
suchen und demzufolge auf uns laden müssen.
Auf
welchem "Niveau" wir uns in Luxemburg in diesem
uns alle entwürdigenden Skandal bewegen, mag das folgende
Beispiel belegen: der Autor selbst war Zeuge, als ein Metzger
sich damit gebrüstet hat, wie er in einem luxemburgischen
Schlachthaus ein hilfloses Kälbchen mit einem einzigen Faustschlag
zu Boden gestreckt hat, ehe er ihm den Leib aufgeschlitzt
hat?!
Es
kommt keineswegs selten vor, dass die Tiere ohne wirkliche
Betäubung ausgeblutet und geschlachtet werden: unsere zertifizierten
Videokassetten belegen dies eindeutig! Die vom Schlachthaus-Betreiber
angestellten Veterinäre verschweigen gerne diese Straftaten,
da sie um ihren (blutigen) "Arbeitsplatz" fürchten.
So werden auch Mediziner (!) zu unentschuldbaren Komplizen
dieser verheimlichten Verbrechen. In einem zivilisierten
Europa darf und kann es keine Arbeitsplätze im Umfeld
des Abschlachtens von wehrlosen Geschöpfen geben.
| Es
gibt keine gesellschaftlich tragbaren Arbeitsplätze
bezüglich der in vielerlei Hinsicht kriminellen
"Fleischindustrie"! Das Betreiben von Schlachthäusern
schändet die menschenrechtlich zugesicherte Würde eines
jeden zivilisierten Menschen! |
Vorrangiges
Ziel der weltweiten Tierrechtsbewegung muss
es sein, die Verantwortlichen der "Fleischindustrie"
bzw. die Betreiber von Schlachthäusern vor das Tribunal
für Menschenrechte in Straßburg zu bringen sowie die
von der "Fleischindustrie" zu verantwortenden
Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuklagen:
| 1)
Wegen der fortdauernden Missachtung der
natürlichen Rechte [2]
nicht menschlicher Tiere (Spezismus)
2)
Wegen dem fortdauerndem Verstoß gegen Artikel 1
der Menschenrechte: weil Artikel 1 den Menschen
mit Vernunft, Gewissen und Würde ausstattet und das
Schlachten von Tieren ihm diese grundlegenden Attribute
abspricht
3)
Wegen dem Beschmutzen der Würde (Artikel 1)
all jener Menschen, die aus ethischen Gründen
auch auf die Ausbeutung nicht menschlicher Tiere
verzichten
4)
Wegen akuter Gefährdung der öffentlichen Gesundheit:
c.f. Prozess gegen McDonald‘s in den USA, wo dem "Fast
Food"-Betreiber die Verursachung von Krebs-,
Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie die Zuckerkrankheit
zur Last gelegt werden. Toxische Stoffe sind nachweisbar
vierzehn Mal konzentrierter im "Fleisch"
als in den Pflanzen
5)
Wegen der Zerstörung der Umwelt und den daraus
resultierenden Krankheiten für alle Lebewesen:
Grundwasserverseuchung durch Nitrate, die Bestandteil
der Tiergülle sind; Zerstörung der Ozonschicht durch
Methan, das von den so genannten "Nutztieren"
produziert wird; saurer Regen, der die Wälder zerstört,
durch Ammoniak aus tierlichen Exkrementen.
McDonald‘s, beispielsweise, ist für das Abholzen der
Regenwälder, die "grüne Lunge" der Erde,
mitverantwortlich: er importiert billiges Fleisch
von Tieren, die auf ehemaligem Regenwald-Boden weideten.
Das nicht mehr in Sauerstoff umgewandelte Kohlendioxid
führt zur Erderwärmung: Überschwemmungen sind die
Folge.
6) Wegen der fortgesetzten
Ausbeutung der Ressourcen der ärmsten Länder der Welt
und den daraus resultierenden Hungersnöten
[3]
7)
Wegen der weltweiten Verschwendung öffentlicher
Ressourcen:
-
für
1 kg "Rindfleisch" werden 100000 Liter
Wasser verbraucht, dagegen nur 500 Liter, um 1
kg Kartoffeln zu ziehen
-
Um
1 kg "Fleisch" herzustellen, braucht
man 7 bis 16 kg Getreide
-
Die
Hälfte des Trinkwassers weltweit wird von der
Zucht so genannter "Schlachttiere"
verschlungen
-
Die
"Herstellung" von "Fleisch"
benötigt 150 mal mehr Wasser als die Getreideproduktion
-
Die
Verschwendung von Wasser geht mit einer
inakzeptablen Verschwendung von Grund und
Boden einher
8)
Wegen der Verschleppung des Friedens unter den
Menschen: die beständige, gegen wehrlose nicht
menschliche Tiere tolerierte Gewalt macht selbstverständlich
nicht vor dem Menschen halt. Diese beschämende Tatsache
erklärt die von B.
Mütherich postulierte „Erosion des Menschenrechtsstatus“. |
In
Schlachthäusern der EU sind auch sexuelle Ausschreitungen
an den unmittelbar vor dem Schlachten stehenden Tieren beweiskräftig
gefilmt worden. So wird Tierleid auch für
krankhafte, sexuelle Stimulation missbraucht, was das Ausmaß
der Verbrechen nochmals steigert! Die unvorstellbare
Erniedrigung der Tiere erschöpft sich offenbar nicht in
einem entsetzlich qualvollen, oft tagelangen Transport und
der anschließenden, oft noch betäubungslosen Schlachtung!
Kein
Wunder also, dass die Schlachthaus-Betreiber sich mit Händen
und Füßen dagegen wehren, wenn richtige Tierschützer
diese Blutstätten betreten wollen.
- In
Schlachthöfen der EU werden den mit einem
Bein am Laufband hängenden Tieren bei vollem
Bewusstsein die Brust von „fröhlich pfeifenden“
Schlächtern aufgeschnitten
- Den
Tieren werden bei lebendigem Leib die Ohrmarke mitsamt
dem Ohr abgeschnitten, während die Stiere sich
beim Ausbluten unter Todesqualen winden und
entsetzlich brüllen
- Angeblich
"betäubte und entblutete" Schweine sind
im Brühwasserbecken taumelnd wieder aufgestanden
und haben wieder zu schwimmen begonnen
- Schlecht
"betäubte" Rinder erwachen an einem
Hinterbein hängend anlässlich der Entblutung
... (c.f. Dr.
Landa, Tierschutz im Unterricht, Tel: 0043
66 43 43 43 66).
|
Der kürzliche "Kannibalen-Prozess" in Deutschland
reflektiert die morbiden Auswüchse des Fleischverzehrs:
die eher dürftigen 8,5 Jahre Internierung für den scheußlichen
Mord durften auch deshalb nicht zu hoch ausfallen, weil
ja sonst auch der bislang gesellschaftlich tolerierte
Kannibalismus des Menschen gegenüber den anderen
Säugern auf einmal geahndet werden müsste. Unter zivilisierten
Menschen kann und darf es keine "Freiheit" geben,
die dem Einzelnen freistellt, ob er an Verbrechen gegenüber
dem Wehrlosen teilnimmt oder nicht!
| Die
Schlachthäuser müssen vom Gesetz gezwungen werden, ihre
blutigen Türen zu öffnen, um Transparenz zu schaffen,
ehe sie für immer geschlossen werden, um als Mahnmal
(!) den künftigen fleischlos aufgezogenen Generationen
nur noch als abschreckendes Beispiel zu dienen. |
Wann
also erhalten Tierschutzorganisationen in der EU das Recht,
unangemeldet diese Höfe des Grauens zu inspizieren? Wann
wird die Kadaverindustrie Rechenschaft über ihr abscheuliches
Tun ablegen müssen? Wann kommt es zu den ersten Reparationszahlungen
der "Fleischindustrie"?
Hinsichtlich
dem Betreiben von Schlachthäusern hat der große, russische
Schriftsteller Tolstoï
gesagt: "Solange es Schlachthäuser gibt, wird
es auch Schlachtfelder geben!" Diese Aussage
sollte den Politikern weltweit zu denken geben, da sie einen
illusionären, weil "selektiven Frieden" ausschließlich
für Menschen anstreben. Eine derartige Sysiphus-Arbeit wird
niemals ohne den Frieden mit allen Arten zu realisieren
sein.
Zur
Bewahrung der Würde von Mensch und Tier muss die Aufnahme
des Tierschutzes in die luxemburgische Verfassung noch vor
Ende dieser Legislaturperiode beschlossen werden. Link
zum Formular
Für
die GAVEA
asbl. Luxemburg
Groupe
d‘Action Végétalien pour l‘Égalité Animale
Jean
Thill
Administrateur
7.
Februar 2004 |