Eindrucksvolle
Aktion des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte
und anderen Organisationen aus Europa, gegen qualvolle Tiertransporte
vor dem EU-Parlament in Brüssel
Bericht
von Hartmut Kaschula, Tierversuchsgegner
Pulheim
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Es
war eine originelle Idee, die auch vollen Erfolg brachte:
Um aus Anlass eines Treffens der EU-Agrarminister im Brüsseler
Parlament der Europäischen Union gegen die quälerischen
Langzeit-Schlachttiertransporte zu demonstrieren, haben
Gerd Straeten, Vorsitzender der Tierversuchsgegner Pulheim,
Kassenwart Hartmut Kaschula und Pedro de la Fuente vom Vorstand
des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte in 15stündiger
Arbeit einen gut sechs Meter langen LKW mit mehr als 2.000
Plüsch-Nutztieren - jedes ausgestattet mit unterschriebenen
Protestanhängern - an Gittern befestigt - Tier an Tier,
vom Boden bis zur Decke.
Am
Montag, den 17. November sind sie in aller Herrgottsfrühe
von Brauweiler nach Brüssel gefahren. Mitgefahren ist
auch Rolf Borkenhagen von den Tierversuchsgegnern Saar.
Angekommen
am Parlamentsgebäude in Brüssel war - im Beisein
von etlichen Tierschützern, deren Anzahl sich im Laufe
des Vormittags recht eindrucksvoll mehrte (Vertreterinnen
und Vertreter von 25 europäischen Tierschutzorganisationen,
die in der European Coalition for Farm Animals ECFA zusammengeschlossen
sind) - auch Agrar- und Verbraucherministerin Renate Künast
zu einem eingehenden, verständigen Gespräch bereit.
Sie
nahm schließlich nach bewundernden Blicken auf unseren
Plüschtier-LKW die Miniatur-Nachbildung eines Tiertransporters
entgegen.
Auch
von unseren Mitstreitern der anderen Tierschutzorganisationen
wurden hunderte Plüschtiere mitgebracht und vor dem
Parlament "aufgestapelt"; zahlreiche Spruchbänder
und Plakate drückten unsere Forderung nach Beendigung
der Lebendtransporte von Schlachttieren aus.
Es
stellten sich unter anderem die Agrarminister aus Schweden,
Holland und England zu Gesprächen mit Tierschützern,
die die Forderungen engagiert vertraten. Die gesamte Aktion
wurde begleitet von vielen Pressevertretern, zum Beispiel
von der dpa, ap, Bild-Zeitung, RTL-TiVi und Tier-Info.
Insgesamt
zufrieden mit der eindruckvollen Demonstration kamen wir
mit dem Plüschtier-LKW abends zurück nach Brauweiler.
Die
Plüschtiere konnten wir aber erst am folgenden Tag
von ihren Gittern "befreien"; aber irgendwie hatten
wir den Eindruck, dass auch sie zufrieden wirkten, dass
sie bei der Brüsseler Bevölkerung, einigen EU-Ministern
und -Beschäftigten und Polizisten regen Eindruck erweckt
und die Anliegen ihrer (noch) lebenden Nutztierfreunde so
kraftvoll unterstützen konnten, wie es Plüschtieren
nur eben möglich ist.
Aber
mit dieser Demo haben sie ihre Aufgabe noch längst
nicht erfüllt:
Sie werden in nächster Zeit von Brauweiler aus eine
weitere Reise antreten, und zwar nach Polen, wo sie von
Rolf Borkenhagen und Gerd Straeten im Beisein der Bild-Zeitung
polnischen Kindern in Waisenhäusern übergeben
und ihnen sicherlich Freude bereiten werden.
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