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Hetze gegen Veganer in den Medien

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Veganerhetze III in der "WELT" (und anderen Medien)

Veganerhetze im Axel-Springer-Verlag. Gesponsert von der CMA?

Offensichtlich bietet die WELT Ihren Werbekunden perfekte Redaktions-Umfelder. Oder scheint es nur so, dass die Veganerhetze von der CMA gesponsert wird? Siehe CMA-Banner auf der Seite oben rechts. Hier zu meinem Leserbrief


04.03.05

Deutscher Presserat rügt Publikation des Axel Springer Verlags

Die WELT und die BERLINER MORGENPOST erhielten je eine öffentliche Rüge wegen eines Verstoßes gegen Ziffer 12. In einem identischen Kommentar hatten die Zeitungen den Tod eines Kleinkindes aufgegriffen, dessen Eltern Veganer sind. Der Kommentar konnte aus Sicht des Presserats bei Lesern den Eindruck hervorrufen, die Eltern hätten die Grundsätze veganer Ernährung höher gestellt als das Leben ihres Kindes und sie hätten damit den Tod des Kindes verursacht. Eine Prüfung des Vorgangs durch ein Gericht hat es bisher jedoch nicht gegeben. Zugleich stellt der Kommentar einen Bezug zu den Mördern des niederländischen Politikers Pim Fortuyn her. Einer von ihnen sei ebenfalls Veganer. Durch die Gesamtdarstellung kann nach Überzeugung des Gremiums der diskriminierende und vorverurteilende Eindruck erweckt werden, die Anhänger veganer Ernährung seien bereit, Menschenleben zugunsten ihrer Lebensregeln auszulöschen oder zu opfern. Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Presserats

Sitzung des Rüge-Ausschusses war am 3. März 2005.
Hier zu meiner Beschwerde vom 21.11.04 an den Presserat (pdf, 130kb)

20.11.04

Zur Postkarte: ARCIMBOLDO, Giuseppe. Vegetables in a Bowl or The Gardener, Oil on panel. Museo Civico, CremonaEine massive Hetze schlimmsten Ausmaßes gegen den Veganismus ist im Gange! Diese Hetze gipfelt in folgendem Artikel darin, dass Muslime nicht "übergeschnappt" seien, Veganer aber in jedem Fall! Eine eklatante Beleidigung und Diskriminierung einer Minderheit


Leserbrief von Dr. Henrich zum verhungerten Kind, der von der WELT natürlich nicht abgedruckt wurde. Trotzdem ist er als Argumentationshilfe nützlich:

Stellungnahme zur Berichterstattung
"Veganer ließen Kind verhungern"

Mit Bestürzung musste ich vernehmen, wie vegane Menschen, die eine gewaltlose Lebensweise mit einer gesunden Ernährung praktizieren wollen, diskreditiert werden. Dazu nehme ich als Arzt wie folgt Stellung:

Die vegane Ernährung ist eindeutig gesund.

Die ADA (American Dietetic Association) hat in der Juni-Ausgabe ihrer Zeitschrift JADA ihr Positionspapier zur vegetarischen und veganen Ernährung veröffentlicht. Das zentrale Statement dieses 18 Seiten umfassenden Papiers, das sich auf 256 Quellen abstützt, von 3 Autoren zusammengestellt und von 27 Wissenschaftlern überprüft und freigegeben wurde, ist: “Es ist die Position der ADA, dass eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig ausreichend ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bietet.“ Die ADA spricht sich auch positiv für die vegane Ernährung aus: „Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und in der Pubertät …“ Nachzulesen unter eatright.org (pdf)

Prof. Dr. Claus Leitzmann vom ernährungswissenschaftlichen Institut der Universität Gießen machte folgende Feststellung zur veganen Ernährung: „Studien mit vegan lebenden Menschen, die weltweit, aber auch von uns durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganerlnnen im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger im Normalbereich.“

Den Eltern kann man zwar vorwerfen, dass sie wahrscheinlich die Erkrankung und deren Schwere falsch eingeschätzt, deswegen das Kind nicht ins Krankenhaus gebracht und so einer lebensrettenden Therapie entzogen haben, ihnen aber die vegane Ernährung als quasi per se ungesunde und todbringende Ernährungsform vorzuwerfen, ist absurd. Das Kind ist ja gerade deshalb gestorben, weil es keine Nahrung aufgenommen hat. Hätte es die vegane Ernährung aufgenommen und wäre die Lungenentzündung ärztlich behandelt worden, wäre es nicht gestorben.

Dieser Fall ist typisch dafür, wie die Fleischindustrie („Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“ etc.) es geschafft hat, Behörden, Staatsanwälte, Presse und die Öffentlichkeit durch ein geschicktes Marketing zu täuschen und zu manipulieren. Die Wahrheit ist: Fleisch und tierische Fette machen krank und sind für eine Reihe von Erkrankungen wie Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen verantwortlich.

Dr. med. Ernst W. Henrich, In der Wehbach 61, 57080 Siegen, Tel. 0271 382203. E-Mail: henrich@dr-baumann.com

Leserbrief Viola Kaesmacher, 21.11.04

Sehr geehrte Damen und Herren,

mir geht es nicht darum, Stellung zum Tod des kleinen Leon zu beziehen. Das taten bereits Ärzte inklusive Hinweis darauf, dass es eine Tragödie ist, die Eltern die Lage falsch eingeschätzt haben - dies allerdings NICHTS mit der angeblichen Schlechtigkeit des Veganismus zu tun hat. Mir geht es darum, dass scheinbar einigen Medienvertretern das Gerichtsurteil zu lasch war und nun "alle Veganer" in Sippenhaft genommen werden und man geradezu das Gefühl hat (wie leider schon oft in WELT-Beiträgen) dass zu einer regelrechten Hetzjagd auf Tierrechtler aufgerufen wird.

Eigentlich habe der Journalist - so indymedia - erkannt, dass "subtil" viel effektiver ist als die "Holzhammermethode", so z.B. in einem Beitrag der Berliner Morgenpost "Lieb' Vaterland. Der Blick zurück ohne Zorn und Selbstanklage", wo er für für eine Neuentdeckung des Nationalismus wirbt. Selbstanklage liegt Herrn Fuhr auch in dem jüngsten Skandalbeitrag "Fanatische Ernährer" vom 20.11.04 in der WELT fern.

Stattdessen versteht er es, mit dem Holzhammer auf Veganer zu schlagen durch schlichtweg falsche Behauptungen wie "Nur im veganischen Irrsinns-Universum läßt sich ihr Tun "verstehen". Nur in totalitärer Unbedingtheit kann die veganische Moral existieren. Deshalb kennt sie nur das Einfordern, nicht aber das Üben von Toleranz. [...]". Eigentlich entbehrt allein dieser Schwachsinns-Satz jedes Kommentars. Gerade Veganer sind es, die mit Intoleranz zu kämpfen haben. Gerade Veganer sind es, die den friedlichsten Ausdruck ihrer Forderungen in Form von Verzicht und Boykott leben.

Und weiter schreibt Herr Fuhr: "So gesehen sind mir Muslime, die sich in den Nächten des Fastenmonats dem großen Schmausen hingeben, dann doch noch lieber als Veganer. Die meisten Muslime sind nicht übergeschnappt. Veganer sind es in jedem Fall. [...]" - Also weg mit der Moral, rein in ein egoistisches mir-alles-egal-Verhalten? Wer konsequent ist, ist übergeschnappt? In der FAZ vom 03.12.1994 bemängelte Eckhard Fuhr allerdings noch die "Merkwürdige Moral: Die Inkonsequenz mancher Tierschützer." Dort ging es darum, dass z.B. Pelzgegner angeblich nicht das Töten von Tieren zur Fleischgewinnung beanstanden würden.

So einen - sorry für den Ausdruck - Stuss würde ich liebend gerne ignorieren. Das geht aber nicht. Man kann nicht ignorieren, wenn man als Minderheit öffentlich diffamiert und skrupellos als quasi "Un-Mensch" von einem "renommierten" Blatt betitelt wird. Und ich fühle mich nicht nur öffentlich zu Unrecht angeprangert, ich habe auch schon etliche Mails erhalten mit dem Tenor "Veganer dürften keine Kinder haben - ich wünsche Ihnen, Frau Kaesmacher, dass Sie nie welche bekommen werden" etc.

Der Beitrag "Fanatischer Ernährer" im übrigen ebenso wie Ihre absolut tendenziöse und dumme Rezension zu der deutschen Fassung von "Eternal Trblinka" ist nicht nur traurig, sondern irgendwie lächerlich. Schade nur, dass dieser Dreck von sehr viel mehr Leuten gelesen wird als wirklich wichtige und richtige Informationen zu den Themen Tierrechte und Veganismus.

Viola Kaesmacher, www.tierlobby.de. Hufnagelstraße 16, 60326 Frankfurt. Mitglied im IfT - Internetzwerk für Tiere/Hessen sowie TIRM Tierrechtsinitiative Rhein-Main

Leserbrief zum Artikel „Veganer ließen Kind verhungern“
in der „Welt“ vom 18.11.04

Guten Tag,

Veganer zu diskriminieren ist zu Ihrem Lieblingssport geworden. Unvergessen sind die mit krimineller Energie umsponnenen Fantastereien Ihrer Autorin Hanika von Anfang des Jahres.

Selbstverständlich ist es unverzeihlich, ein Kind (wie jedes empfindende Lebewesen ebenso) verhungern zu lassen. Haben das genau die Eltern getan? Oder haben sie nicht vielmehr die Anzeichen vom Zustand ihres Kindes falsch gedeutet? Eine unvoreingenommene Berichterstattung jenseits von Vorurteilen – pardon – war noch nie Ihre Stärke. Aber wahrscheinlich kann man von einem industriell gesteuerten Medium auch nichts anderes erwarten.

Transportieren Sie ruhig weiter eine Fraßkultur, welche Menschen in den Orkus zu schicken wünscht, die für die Beseitigung einer unethischen Lebensweise eintreten. Menschen, die denken können, wissen das einzuordnen. Noch haben Sie das System der Kannibalen auf Ihrer Seite. Kannibalen, die den Tod ihrer Kinder dadurch herbeiführen, dass sie diese dank ihrer Hörigkeit zur Medizin-Pharma-Agrar-Mafia mit Giftstoffen voll pumpen – natürlich dank Ihrer Hilfe unwissentlich und in bester Absicht.

Der Gesundheitszustand der Deutschen spricht Bände! Fehler können alle Menschen machen – auf jedem Sektor und mit jeder Ernährungsweise.

Mir scheinen aber die Fehler am unverzeihlichsten zu sein, die aus persönlich nicht eingestandener Profitgier, Machtstreben, Eitelkeit und Fraßlust – und damit aus fehlender Achtung gegenüber jedem empfindendem Leben - heraus begangen werden!

Barbara Hohensee
(Stellvertretende Leiterin/Sprecherin A.K.T.E)


Stellungnahme zur Pressemeldung lme.agrar.de, 17.11.04
"Verblendet: Veganer ließen ihren Sohn verhungern"

Sehr geehrter Herr Deitermann,

ich möchte Sie auf einen sachlichen Fehler im genannten Bericht über den trageischen Todesfall aus Bad Driburg und den Prozess gegen die Eltern des kleinen Leon aufmerksam machen.

Wie sie unter anderem in der Berliner Zeitung Online nachlesen konnten, waren die Eltern des kleinen Leon Ur- oder Gesundköstler und haben das Kind nach Rezepten aus dem Buch "Der große Gesundheits-Konz" ernährt. Veganer hingegen ernähren sich aus ethischen Gründen vegan - siehe auch www.veganwiki.de

Ernährungswissenschaftler subsumieren Menschen, die keine tierischen Nahrungsmittel konsumieren, gerne unter den Begriff "vegan". Tatsächlich wurde der Begriff in den 1940ern vom Briten Doanld Watson erdacht, der eine ausschließlich ethisch motivierte Unterströmung der Vegetrischen Bewegung damit begründete. Veganer essen nur einen unwesentlich höheren Rohkostanteil als Normalköstler und konsumieren beispielsweise exzellente Eiweissquellen wie Hülsenfrüchte, Seitan oder Tofu, die als Rohkost ungenießbar oder gar gesundheitsschädlich sind.

Natürlich sind Rohköstler, sozusagen "aus technischer Sicht" auch vegan. Moslem sind aus technischer Sicht Antialkoholiker, was aber nicht heisst, dass christliche oder agnostische Antialkoholiker zum Moslem werden.

Leider sehen die Ernährungswissenschaften zu selten die Motivation und den ethischen Hintergrund. Zudem sind die "veganen" Bevölkerungsgruppen so klein, dass statistisch verwertbare Größen erst zustande kommen, wenn alle "Pflanzenesser" zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Glücklicherweise kann man solche sachlich falschen Aussagen meist daran erkennen, dass das Adjektiv "veganisch" statt "vegan" verwendet wird; dieser Begriff hat sich durch ein Medizin-Lehrbuch aus den frühen 1980ern eingebürgert, in dem Ovo-Lacto-Vegetariern noch eine Lebenserwartung von 20 Jahren unter der eines Normalköstlers vorhergesagt wird.

Ich würde mich freuen, wenn Sie den Sachverhalt selber nachprüfen - zum Beispiel im oecotrophologischen Standardwerk "Vegetarische Ernährung", Ulmer, Stuttgart 1996, von Prof. Claus Leitzmann - und ihre Meldung korrigieren.

Übrigens hat das Deutsche Krebsforschungszentrum unlängst herausgefunden, dass Veganer statistisch gesehen die gleiche Lebenserwartung haben, wie Normalköstler. Und das, obwohl in der Gruppe der Veganer auch Roh- und Gesundköstler erfasst waren, die während oder nach einer Krebstherapie die Ernährungsform gewechselt haben - und per se die Lebenserwartung ihrer Gruppe negativ beeinflusst haben.

Mit freundlichen Grüßen
Volker König

Veganerhetze II in der "WELT" (und anderen Medien)

10.07.04

Unsere Arbeit wird offensichtlich immer schwieriger, so werden nicht nur Aufklärungsseiten (z.B. die Covance-Enthüllungen bei BUAV) zensiert, es häufen sich auch Attacken gegen Tierschutz-/rechtsseiten. Die Leute, die sich für Tiere einsetzen, werden leider in letzter Zeit immer wieder kriminalisiert oder es wird verächtlich gegen sie aufgehetzt - nicht nur von der Tierquallobby, sondern vor allem von den Medien (Polylux-Beitrag: "Durchgeknallte Tierschützer", Verunglimpfung in der ARD, Panikmache in den Salzburger Nachrichten, "Tierschutz-Eintopf" in der Kölnischen Rundschau usw.) Das ist sehr empörend und ungerecht. Eine mögliche Erklärung, auf jeden Fall aber sehr wertvolle Gedanken hierzu hat Birgit Mütherich formuliert: Polemik gegen Tierschützer.

DIE WELT publiziert derzeit gehäuft extremst menschen- und tierverachtende Beiträge, so dass jeder aufgerufen ist, dagegen zu protestieren. Untenstehend sehen Sie eine Anzeige, die anlässlich eines Artikels in der Welt erstattet wurde.

"Wir leben in einer absonderlichen Zeit, in der Menschen, die in ihrer Nahrungsauswahl gesundheitsbewusst und mitfühlend sind, oft als verrückt bezeichnet werden, während man andere als normal betrachtet, deren Nahrungsgewohnheiten Krankheiten und immense Leiden hervorrufen."

(John Robbins)

Aktueller Fall - ging über die einschlägigen Newsticker und wurde von etlichen Medien unreflektiert übernommen

Wichtige Info zur veganen Ernährung von Erwachsenen, Kindern und stillenden Frauen: Die ADA* empfiehlt die vegane und vegetarische Ernährung für alle Bevölkerungsgruppen:

Danke an Dr. Ernst W. Henrich für diese Linktipps. 

*Die ADA (American Dietetic Association) ist die größte US-amerikanische Vereinigung von Ernährungsexperten (Ernährungswissenschaftlern, Diätberatern etc.) mit rund 70.000 Mitgliedern. Die Aussagen der ADA gelten als wissenschaftlich fundiert und wegweisend. Die ADA wurde bereits 1917 gegründet. Im Internet ist sie zu finden unter: www.eatright.org


Buchtipp
zum Thema

Buchtipp: Vegane Ernährung

Leserbrief von Dr. Ernst W. Henrich

Stellungnahme zum Artikel "Kind von Veganern verhungert" in der WELT vom 10.07.2004 auf Seite 32

Zu Ihrer Berichterstattung zum Tod eines Kindes möchte ich als Arzt folgendes anmerken:

1. Der gesundheitlichen Wert der veganen Ernährung, auch bei Kindern, ist durch wissenschaftliche Studien eindeutig bewiesen.

Die Studien wurden zum Beispiel im Buch "Vegane Ernährung" von Dr. Gill Langley ausgewertet und verständlich dargelegt. Das Buch ist im EchoVerlag erschienen. Das Buch des Kinderarztes Dr. Klaper "Viva Vegan" beschäftigt sich mit der veganen Ernährung von Mutter und Kind. Das Buch erschien im Okapi-Verlag.

Der hohe gesundheitliche Wert einer veganen und vegetarischen Ernährung bei sorgfältiger und richtiger Auswahl der Nahrungsmittel ist eindeutig.

2. Vegane und vegetarische Ernährung bedeuten aber nicht automatisch "gesund", weil auch hier durch einseitige und falsche Auswahl von Nahrungsmittel Fehler gemacht werden können. Ob dies in diesem Fall eine Ursache oder Mitursache am Tod des Kindes war, kann von hier nicht beurteilt werden.

3. Fleisch und Milch sind eindeutig ungesunde Nahrungsmittel, insbesondere dann, wenn sie in großen Mengen konsumiert werden. Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und andere Zivilisationskrankheiten gehen zum großen Teil auf ihr Konto. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Fleisch, tierische Fette und Milch sind entgegen der landläufigen, von der Fleischindustrie gestreuten Meinung die wahren "Killer" in der Nahrung der Menschen.

4. Warum schreit man in den Medien nicht in gleicher Weise auf, wenn ein mit Fleisch und Milch gefüttertes Kind an Lungenentzündung stirbt, das keiner ärztlichen Therapie zugeführt wurde? Das kommt sehr viel häufiger vor!

5. Wenn z.B. das Immunsystem defekt ist, kann keine Ernährung dieser Welt ein Kind vor einer Infektion wie der Lungenentzündung schützen. Ein Beispiel, das jeder kennt: Bei AIDS liegt auch ein fortschreitender Defekt des Immunsystems vor. Keine Ernährung dieser Welt kann die Infektionen der betroffenen Personen bei fortschreitender Erkrankung verhindern. Ob bei dem gestorbenen Kind irgendeine Art von Immundefekt vorlag, müsste untersucht werden. Auch dies hätte nichts mit veganer Ernährung zu tun.

6. Es ist völlig normal, dass ein Kind bei einer schweren Erkrankung wie einer Lungenentzündung keinen Hunger hat. Hier muss aber die Frage gestellt werden, warum die Eltern das Kind nicht in einer Klinik parenteral (also "künstlich") ernähren und Flüssigkeit substituieren ließen.

7. Aus anderen Medien ist bekannt, dass das Kind ausgetrocknet war. Flüssigkeitsmangel führt sehr viel schneller zum Tod als Nahrungsmangel. Warum erhielt das Kind nicht genug Flüssigkeit. Dies hat nichts mit veganer Ernährung zu tun.

8. Das beste für Kleinkinder ist und bleibt die Muttermilch. Wurde das Kind gestillt? Warum wurde es nicht gestillt?

9. Es ist definitiv auszuschließen, dass eine richtig zusammengestellte vegane Ernährung etwas mit dem Tod des Kindes zu tun hatte. Wenn die Eltern allerdings die vegane Ernährung falsch und einseitig zusammengestellt hatten, so spricht dies nicht gegen die vegane Ernährung, sondern für eine mangelnde Sachkunde der Eltern.

10. Bei einer Lungenentzündung stellen Antibiotika nicht nur die Therapie der Wahl dar, sondern sie sind zugleich ein MUSS! Die Unterlassung einer lebensnotwendigen Therapie bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung hat aber nichts mit veganer Ernährung zu tun!

Fazit: Den Eltern kann man zwar vorwerfen, dass sie wahrscheinlich die Erkrankung und deren Schwere falsch eingeschätzt, deswegen das Kind nicht ins Krankenhaus gebracht und so einer lebensrettenden Therapie entzogen haben, ihnen aber die vegane Ernährung als quasi per se ungesunde und todbringende Ernährungsform vorzuwerfen, ist absurd und zeugt entweder von mangelnder Sach- und Fachkunde auf dem Gebiet der Ernährungslehre oder von bösartigen tendenziösen Absichten gegenüber Menschen, die sich mit ihrer Lebensweise der Gewaltlosigkeit gegenüber Lebewesen verschrieben haben.

Da die Eltern noch 2 gesunde Kinder besitzen, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie bei der veganen Ernährung Fehler gemacht haben. Da das Kind aufgrund seiner schweren Erkrankung weder Flüssigkeit noch Nahrung aufnahm, war offensichtlich nicht die vegane Ernährung das Problem (sie wurde ja gar nicht aufgenommen!), sondern dass überhaupt keine Nahrung und Flüssigkeit von dem Kind aufgenommen wurden. Dies spricht aber nicht gegen eine gesunde, richtig zusammengestellte vegane Ernährung!

Die Überschrift "Kind von Veganern verhungert" ist daher genau so unsinnig oder gar noch unsinniger, als wenn geschrieben worden wäre: "Kind von Mercedes-Fahrern verhungert". Warum? Weil eine falsch eingestellte Klimaanlage in einem Auto eher noch eine Erkältung und Lungenentzündung auszulösen vermag. Wenn dann die Lungenentzündung nicht ärztlich therapiert wird, dann führt u. a. eine mangelnde Flüssigkeitsaufnahme auf jeden Fall zum Tod, unabhängig davon, ob die Eltern Mercedes-Fahrer, Christen, Schornsteinfeger, Millionäre oder Veganer sind.

Dr. med. Ernst W. Henrich, In der Wehbach 61, 57080 Siegen, Tel. 0271 382203. E-Mail: henrich@dr-baumann.com


Presse-Mitteilung von maqi

"Nichtveganer sind Kindermörder", 10.07.2004

Immer wieder geistern Horrorgeschichten über angebliche Veganer, die ihre Kinder verhungern lassen, durch die Medien, aktuell in einem Fall aus Bad Driburg.

Fakt ist, so der zuständige Staatsanwalt Ralf Vetter: Das Kind starb an einer Lungenentzündung, die die Eltern nicht behandeln ließen (er "schließt veganische [sic!] Ernährung als Todesursache aus", berichtet die "Neue Westfälische").

Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte ein.

So etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit, die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.

Weiter bei maqi


Linktipps:

Linktipp: vegankids.de


weitere Artikel in die WELT, die hohe Wellen geschlagen haben:

a propos... antiSpe-Pressespiegel: "Tierrechtsterror" in Großbritannien

Wieder einmal hat da wohl jemand nicht begriffen, dass Tierrechte das recht auf physische und psychische Gesundheit beinhalten, "Terror" dieses Recht offensichtlich verletzt und "Tierrechtsterror" damit per definition unmöglich ist wie "Friedensbomben" oder "Menschenrechtsfolter". "Großbritannien legt Tierrechtlern Zügel an" und weitere Pressemeldungen


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