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Das
Bild von Paula Modersohn-Becker erzählt uns eine
Geschichte
von Bedrängnis und Erschöpfung.
Hatte
sich die Katze im Birkenwald verlaufen? Düster
und ernst ist die Stimmung, fast bedrohlich. Gefahr
scheint irgendwo zu lauern. Ängstlich blickt
uns die Katze an, sie traut uns nicht - was mag sie
erlebt haben?
Aber was es auch war: wie ein dunkler Fels steht das
Mädchen zentral im Bild und beschützt die
kleine Katze. Linktipp und ausführliche Bildbetrachtung
bei onlinekunst.de |
| Paula
Modersohn-Becker: Mädchen mit Katze im Birkenwald
1904. Öltempera auf Leinwand, 99×81,5 cm,
Bremen
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| Viele
Geschichten erlebte Trudi Straeten während langer
Jahre Ihres Engagements im Abteipark. Dass die Gegenwart
für all ihre Schützlinge heute etwas heller
aussieht als die Vergangenheit, ist dem Wechsel in der
Direktion des Abtei-Parks Pulheim-Brauweiler zu verdanken.
Direktor
Westkamp händigte Trudi Straeten einen Schlüssel
aus und schlug den Platz für die Futterhäuschen
vor, die Gerd Straeten baute und aufstellte. Heute
sind auch die Wärter und Gärtner des Parks
angewiesen, auf die Katzen zu achten.
Trudi
Straeten, die sich bei Wind und Wetter und jeden Tag
auf´s Neue, mit dem Futterkorb auf den Weg in
den Park zu ihren Schützlingen macht, wird dort
von allen Katzen stets sehnsüchtig erwartet!
Über
einzelne Katzen und deren Geschichten können
Sie auf Susannas Patenschaftsseite mehr lesen: Linktipp!
Und
hier gibt es die Abteipark-Katzen als Postkarten-Motive! |
03.05.03
19.10.03
Bericht
von Trudi Straeten:
Im
Park der berühmten Benediktiner-Abtei, in Pulheim-Brauweiler,
betreue ich seit Herbst 1983 freilebende Katzen. Die
allererste Einfangaktion war nicht nur ein sehr schwieriges
Unterfangen, weil dies von der ehemaligen Direktion des
Landschaftsverband Rheinland nicht gestattet war und mein
Mann, Gerd, und ich deshalb sehr vorsichtig vorgehen mussten,
sondern es war auch eine überaus traurige Erfahrung
für uns beide.
Erste-Hilfe-Aktionen
Wir
richteten drei Fütterungsplätze ein, fingen per
Katzen-Lebendfalle ca. 25 bis 29 Katzen und Kater ein und
ließen sie von einer Tierärztin in Pulheim versorgen
und unfruchtbar machen. Fast alle Tiere waren an dem gefährlichen
Katzenschnupfen erkrankt. Manche waren zudem verletzt. Vermutlich
Schusswunden. Einige waren verhungert und bis auf die Knochen
abgemagert. Die Haut pergamentartig. Zunge und Gaumen waren
vom eitrigen Schnupfen durchlöchert.
Sie standen ausgehungert vor dem von uns mitgebrachten Futter
und jammerten, weil sie nicht in der Lage waren, Nahrung
aufzunehmen. Wir konnten sie nur noch von ihren schlimmen
Leiden erlösen.
Von
all' diesen Tieren blieben nach den Tierarztbesuchen 16
Katzen und Kater sowie 5 wenige Wochen alte Kätzchen
übrig, die eine gute Chance hatten, wieder in ihren
gewohnten Lebensraum zurückzukehren. Die Katzenkinder
wurden in private Familien vermittelt.
Schikane
gegen Tierschützer
Eines
Tages wurde ich verhaftet, als ich die Tiere an den Fütterungsplätzen
im Park versorgen wollte. Die komplette Geschichte ist auf
unserer HP-Seite unter "Geschichten aus dem TIER-PARADIES"
nachzulesen. Drei
zähe Verhandlungen mit der damaligen Direktion führten
schließlich zu dem Erfolg, dass "höchstens
vier Katzen im Park bleiben durften", die ich weiterhin
betreuen konnte. Selbstverständlich auf eigene Kosten.
Natürlich holten wir keines der Tiere dort weg. Wo
sollten wir sie denn hinbringen? Im Tierheim würden
die freiheitsgewohnten Tiere kaum überleben, außerdem
waren sie nach etlichen Jahren im Park nicht dazu geeignet,
in einer Wohnung zu leben!
Gerd
baute die ersten Futterhäuschen, damit das Futter nicht
jeder Witterung ausgesetzt ist. Durch Verunreinigung und
Vandalismus wurden die Futterhäuschen sehr oft zerstört
und unbrauchbar gemacht, so dass wir vor jedem Winter neue
Häuschen bauen mussten.
Doch damit nicht genug. Wir wurden sogar von Besuchern des
Parks beschimpft und bedroht. Auch einige Leute vom Wachdienst
und einige Gärtner zeigten sich recht tierfeindlich.
Sie
sabotierten unsere Bemühungen, die Tiere einigermaßen
versorgen zu können, machten abfällige Bemerkungen
und schikanierten mich, indem sie mir das Tor vor der Nase
verschlossen. Über einen Umweg kletterte ich über
das nächstliegende niedrige Tor. Der Weg der täglichen
Fütterungen wurde mir somit oft genug nicht allein
durch Regen oder Schnee verleidet. Doch die Dankbarkeit
der Tiere entschädigen mich jeden Tag für alle
Unannehmlichkeiten.
Schikane
gegen Tiere
Selbst
vor den Tieren machten Tierquäler in der Vergangenheit
nicht halt. So erlebte ich, dass eine Katze in einem Erdloch
eingeschlossen und somit lebendig begraben war. Als ich
die Äste und Tonscherben entfernte, sprang das arme
Tier wie ein Blitz aus seinem Grab und rannte panisch davon.
Eine andere war durch ein Geschoss - Diabolo - an der rechten
Schulter verletzt. Eine weitere Katze hatte man im Gerätehaus
eingesperrt und war dort elendig verdurstet und verhungert.
Auch Igelchen waren durch Schnittwunden verletzt. Zwei davon
sogar tödlich! Die
Futter- und Tierarztkosten konnten wir nicht mehr ausschließlich
aus privater Tasche zahlen. Unsere Tierschutz-Organisation
übernahm zeitweilig einen Teil der Kosten.
Gerd
fertigte 5 Futter-Spendenboxen, die wir in Märkten
aufstellen durften. Aber auch diese Freude blieb nur von
kurzer Dauer. Bis auf eine einzige Spendenbox mussten wir
alle wieder abräumen. An deren Stelle stehen nun Spendenboxen
vom großen, reichen Deutschen Tierschutzbund! Ein
wenig neidvoll sehen wir, dass diese Boxen stets sehr schnell
bis zum Rand gefüllt sind, während in unserer
einzigen Spendenbox frühestens nach vier Wochen die
Tiernahrung gerade mal die Hälfte der Box einnimmt...
Die
Direktion vom Landschaftsverband hat inzwischen gewechselt.
Seit Herbst 2002 dürfen wir - ganz offiziell - die
Katzen und Igel im Abtei-Park betreuen!
Innerhalb des eingezäunten, historischen Maulbeerbaumes
stehen nun zwei Futterhäuschen für die Katzen
und ein Häuschen für die Igel. Der Schlüssel
wurde uns hierfür durch Herrn Direktor Westkamp überreicht.
Lediglich der zweite Fütterungsplatz ist noch Vandalen
ungeschützt ausgeliefert. Aber auch das soll sich bald
ändern. Eigentlich haben sich auch hier in den letzten
Wochen keine Vandalen mehr ausgelassen.
Zwar
sind in den zwanzig Jahren einige Katzen spurlos verschwunden,
aber es tauchen jedes Jahr pünktlich zur Urlaubszeit
immer wieder neue Katzen auf. Es sind bedauernswerte Geschöpfe,
denn viele finden sich in der "Freiheit" nicht
zurecht.
Wenn
sie unsere Futterplätze gefunden haben, sind sie meist
schon geraume Zeit auf sich alleine gestellt. Ausgehungert
wagen sie sich zögernd an den nächstliegenden
Napf, werden aber von den anderen Tieren am Futterplatz
verjagt.
Auch
trächtige Katzen werden hier ausgesetzt, was für
uns noch zusätzliche Probleme bedeutet. Manche Tiere
wurden offensichtlich zuvor misshandelt. Eine mehrfarbige
Katze war sehr schwer am Kopf und im Gesicht verletzt. Offensichtlich
wurde sie mit einem stumpfen Gegenstand geschlagen. Sie
lebt heute bei einer älteren, alleinstehenden Dame
in Auenheim, die ihr wieder das Vertrauen in die Menschheit
zurückgab. Sieben solcher verletzten, kranken und halb
verhungerten Katzen habe ich in den Jahren zu mir nach Hause
geholt und aufgepäppelt.
Der traurigste Fall war ein betagter rot-weißer Kater,
der trotz schwerer Erkrankung und Hungerödeme noch
sieben glückliche Jahre bei uns gelebt hat. Zuletzt
nahmen wir in den Sommerferien 2000 eine ca. fünfjährige,
rot-weiß-braun gefleckte Katze auf, die zwar tätowiert
war, jedoch war die Täto-Nummer unkenntlich gemacht
worden! Fleckchen hat bis heute ihre Angst vor Händen
nicht abgelegt.
Finanzielle
Unterstützung erhalten wir weder von der Stadt noch
vom Landschaftsverband. Trotz vieler Aufrufe fließen
Geld- und Futterspenden sehr spärlich. Auch der Versuch,
Patenschaften zu vergeben, scheiterte kläglich.
Aus
diesem Grunde sind wir dringend auf Spenden von Tierfreunden
angewiesen.
Bitte
senden Sie Ihre Spende auf das
Konto 015 600 14 87
BLZ: 370 502 99
bei der Kreissparkasse Köln
unter dem Stichwort "Hilfe für Parkkatzen".
Futterspenden
nehmen entgegen die Firma Freßnapf in Frechen und
der Kiosk G. Straeten in der Abtei-Passage in Brauweiler.
Wir
sind als gemeinnützig und förderungswürdig
anerkannt. Ihre Spende ist somit steuerlich absetzbar. Vielen
Dank für Ihr Engagement und Ihre Hilfe. Die hungrigen
Tiere brauchen unsere Hilfe.
Aufruf:
Haben Sie ein Herz für Katzen?
Die
Wildlinge im Abteipark Pulheim-Brauweiler suchen Paten!
Mit einer Patenschaftsspende von 5, 10 oder 20 Euro monatlich
können Sie gezielt helfen, den Wildlingen das Leben
im Abteipark Pulheim-Brauweiler so angenehm wie möglich
zu gestalten. Auf der Seite von podenco-mix.de
finden Sie weitere Details hierzu - einige Schützlinge
werden auch mit Bild vorgestellt. Übrigens "lege
ich meine Hand dafür ins Feuer", dass bei dieser
Unterstützung Ihre Spende in guten Händen ist.
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